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  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
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Erfahrungen im Forum

  • muemmel
  • 31. Januar 2009 um 22:21
  • muemmel
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 22:21
    • #1

    Hallöle allerseits,

    seit drei Monaten bin ich nun hier im Forum und fühle mich im Großen und Ganzen hier auch recht wohl. Dass sich hier und da mal einige Leute beharken, muss zwar nicht sein, ist aber in solch einer Plattform normal (sag ich einfach mal so).

    Interessant ist für mich auch die Mischung aus gestandenen Philatelisten und Anfängern oder Wiedereinsteigern. Letzteren möchte ich aber dringend raten, nicht nur die Marken im Auge zu haben sondern auch für die notwendige Literatur zu sorgen, zumindest wenn diese dieses schöne Hobby weiter ernsthaft betreiben wollen. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, ist einfach nur Sammler, aber kein Philatelist. Das schreibe ich nicht einfach so daher, denn ich bin mit Briefmarken usw. seit über 50 Jahren per Du.

    Ebenfalls interessant sind die im Zusammehang mit dem Gewinnspiel der phila-db von Denis veröffentlichten Umfrage-Ergebnisse. Demnach scheint es durchaus ein nicht unbeträchtliches Potential an jüngeren Leuten zu geben, die sich unserem Steckenpferd widmen. Und dass genau diese Leute das Internet als Informationsplattform nutzen, ist nun wirklich verwunderlich. Es ist schon fast abenteuerlich, dass der BDPh und die örtlichen Vereine permanent über Nachwuchsmangel klagen und aufgrund dessen ständig die Beiträge erhöhen, anstatt sich dieser neuen Medien zu öffnen. Krass gesagt gehört in den BDPh-Vorstand ein gehöriger frischer Wind, der die alten Funktionsträger mit ihrer ständigen Selbstbeweihräucherung durch solche ersetzt, die den neuen Medien gegenüber offen sind. Dies soll jedoch nicht heißen, dass diese Leute philatelistische Leistungen erbracht haben. Nur ist es nicht sonderlich hifreich, bis zum Sanktnimmerleinstag an den alten Strukturen festzuhalten. Das beste Beispiel sind eigentlich die "Betonköpfe" in den ehemaligen Ostblockländern. Persönlich wäre ich schon längst nicht mehr im BDPh, aber aufgrund meiner Vereinsmitgliedschaft gehöre ich einfach zwangsweise dazu.

    Ich finde es hier im Forum gut, wie Neulinge akzeptiert werden und ihre Fragen stellen können und dürfen und ebenso die oft vielfältigen Antworten dazu.

    Noch nenschönen Sonntach
    der Mümmel

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.274
    Geschlecht
    Männlich
    • 31. Januar 2009 um 22:48
    • #2

    Mümmel,

    diese Diskussion um junge Leute habe ich schon oft geführt. Im BDPh-Forum haben wir wahre Schlachten geschlagen. Dennoch ist sie doch immer wieder interessant. Man kann nicht oft genug darauf zurückkommen.
    Das Herr Hartig ein Grüßaugust ist, darüber sind wir wohl einer Meinung.
    Seine persönliche Präsentation, die sich auf Gegenübernahme von Stadtschlüsseln und Lobreden beschränkt, ist bekannt. Der Mann muß weg, keine Frage...

    Natürlich gibt es ein Potential an jungen Leuten, die sich für Briefmarken interessieren. Und das Potential könnte noch viel größer sein.
    Für mich bleibt daher trotz aller Diskussion das Grundübel die Deutsche Post AG.
    Die Ausgabepolitik ist einfach sammlerfeindlich. Auf Einzelheiten will ich jetzt mal nicht eingehen. Wenn die Post jedoch höchstselbst dafür sorgt, daß die Briefmarken aus dem Alltag verschwinden, werden eben Pokemon-Karten gesammelt..... So einfach ist das.

    Und damit sind wir schon wieder am Anfang: Hartig weg ist meine Forderung. Und her mit einem Vorsitzenden, der der Post AG nicht in den Ar.... kriecht, sondern mal den Marsch bläst.....

    Einmal editiert, zuletzt von Max und Moritz (31. Januar 2009 um 22:50)

  • muemmel
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 23:00
    • #3

    Salut M&M,

    du sprichst mir aus der Seele, sowohl was BDPh als auch Post-AG angeht. Beide tragen in hohem Maße dazu bei, den Leuten die Freude an der Briefmarkensammelei zu vermiesen. Dabei sind es doch die "kleinen Leute", Anfänger und Wiedereinsteiger, die es zu gewinnen gilt.

    Gut´s Nächtle
    Mümmel

  • leomemmi
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 23:11
    • #4

    Zitat: "...sondern auch für die notwendige Literatur zu sorgen, zumindest wenn diese dieses schöne Hobby weiter ernsthaft betreiben wollen. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, ist einfach nur Sammler, aber kein Philatelist."

    Sammeln langt doch Vielen als Hobby, muß man unbedingt Philatelist sein, um hier mitmachen, oder wie Du es vielleicht siehst, mithalten zu können?
    leomemmi

    Einmal editiert, zuletzt von leomemmi (31. Januar 2009 um 23:12)

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.274
    Geschlecht
    Männlich
    • 31. Januar 2009 um 23:18
    • #5

    @leomemmi
    So wie ich das verstehe, ist das kein Angriff, sondern ein Verzweifelungsschrei.... ;)
    Natürlich soll man erstmal sammeln und sich darüber austauschen, keine Frage.... Das ist ja der Sinn der Sache.
    Und wenn man Spaß an der Sache gewinnt, kann man später immer noch Spezialwissen dazugewinnen. Ging mir ja nicht anders. Habe auch erst mal jahrelang planlos rumgesammelt.

    Ich freue mich über alle, die hier mitmachen.

  • SammlerBernd
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 23:23
    • #6

    ... ja leider habt ihr Beiden in dieser Beziehung absolut recht. ?(
    Einige & ich hier im Forum kämpfen ja bei jedem diesbezüglichen Post um jeden Jungsammler bzw. Neueinsteiger- leider nur mit mäßigem Erfolg. :(
    Das Briefmakensammeln hat ua. durch og. Umstände mittlerweile so ein schlechtes Image erreicht, daß hierzulande kaum mehr Hoffnung auf nenneswerte Verjüngung besteht.
    Wenn ich mit meinem Jüngsten zu den Tauschtreffen fahre, inspiriert das Verhalten der "Platzhirsche " dort in keinster Weise die Jugend. Outet man/ er sich, daß Motve gesammelt werden, so wird man als "Mülleimer" für des anderen Tapete betrachtet.
    Aber auch die Jugend hat ihren Anteil an der Misere. Jedes Hobby erfordert einen gewissen Einsatz an Zeit & Geld. Für ein Live-Konzert z.B. von Tina Turner werden gerne & leicht 100,- und mehr € hingeblättert. Nur an nötigen Utensilien, wie Kataloge des Sammelgebietes oder vernünftige Alben wird gegeizt.
    Nun ich bestimme ja aus diesem Grunde gerne für die Jugend ihre Schätze. Aber von nur Geschenktem, Gefundenen udgl. kann man keine Wunder erwarten. Oft wird dann auch noch widersprochen bzw. ein gut gemeinter Rat nicht beherzigt.
    Wobei die Allermeisten sowieso nur wissen wollen, für wieviel sie die Marken "verkloppen" können.
    Nun auf diesem Gebiet werde ich zukünftig kürzer treten- es bringt nichts & keiner ist nur Samariter...
    Sammlergruß SB

    Einmal editiert, zuletzt von SammlerBernd (31. Januar 2009 um 23:26)

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.274
    Geschlecht
    Männlich
    • 31. Januar 2009 um 23:29
    • #7

    SB

    Dein Bericht von der "Front" hört sich ja trostlos an.

    Würdest du damit übereinstimmen, daß eine sammlerfreundliche Ausgabepolitik der Post AG (sprich Briemas zurück in den Alltag) da Wunder wirken kann?

  • SammlerBernd
    Gast
    • 31. Januar 2009 um 23:43
    • #8

    ...das wage ich zu bezweifeln bzw. das würde den Kohl auch nicht mehr fett machen. Die Karre steckt zu tief im Dreck.
    Siehe die diversen Fachzeitschriften; das Verhältnis Kauf/Tauschgesuche zu Verkaufswünschen spricht Bände. Obendrein fast nur noch Werbung für die Profi-Häuser...
    Naja eine Alibi-Seite für die Jugend gibt es ja noch. Aber es fehlt an jugendgemäßer Anregung z.B. für ein für sie erschwingliches Sammelgebiet- sei es eine Ländersammlung oder auch ein Motiv (Teil)-Gebiet.
    SB

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    653
    • 31. Januar 2009 um 23:53
    • #9

    Hallo,

    meiner Meinung nach "bedienen" BDPh und Deutsche Post einfach andere Zielgruppen und verfolgen eben andere (Eigen-)Interessen als die jungen Sammler und älteren (Wieder-)Einsteiger. Die Angebote eines Verbandes der "Vereinsmeier" oder die einer gewinnmaximierenden Unternehmung treffen so immer weniger die Nachfrage der Briefmarkensammler.

    Stichwort neue Medien: Es ist doch nicht verwunderlich, dass neue Medien, wie das Internet oder elektronische Veröffentlichungen auf DVD, von der Generation 65+ entweder weitgehend ignoriert oder aus eigennützigen Gründen behindert werden. Das Beispiel der Bleisulfid-Problematik bei Folien, das maßgeblich in Internet-Foren publik gemacht wurde und nicht etwa in Verbandszeitschriften, hat doch gezeigt, was für eine Geheimniskrämerei und Unter-den-Teppich-kehren-Mentalität herrscht. Anderes Beispiel Handbücher und (Forschungs-)Literatur: Statt die kostengünstigen Vorteile elektronischer Publikationen als Download-Datei oder DVD zu nutzen und diese so möglichst vielen Interessierten preiswert zugänglich zu machen, werden noch immer häufig völlig überteuerte Druckschriften ohne oder mit nur wenigen Farbseiten herausgegeben. Fortschrittsverweigerung à la "Ham' wir schon immer so gemacht ... da könnte ja jeder kommen!"? Mitgliedsrabatte auf Fachliteratur als Anreiz, einer Arge oder einem Verein beizutreten? Vertriebskontrolle und Vereinskassenaufbesserung durch Erlösmaximierung statt effizienter Mittelbewirtschaftung?

    Stichwort Ausgabepolitik von Postverwaltungen: Briefmarken waren und sind zeithistorische Dokumente. Im 21. Jahrhundert droht traditionellen Postwertzeichen die Daseinsberechtigung verloren zu gehen, weil die gewandelten Kommunikationsbedürfnisse einerseits und die veränderten Frankiermethoden andererseits Briefmarken zum Auslaufmodell werden lassen. Auf der anderen Seite wurde dem Münz- und Papiergeld auch schon der baldige Untergang vorausgesagt, weil angeblich elektronische Bezahlsysteme, Geldkarten usw. den Bargeldumlauf zunehmend ersetzen würden. Mit der Einführung des Euro ist das Gegenteil der Fall: Die Menschen sammeln nicht nur begeistert Euro-Münzen aus allen Mitgliedsländern, es kommen sogar alljährlich Sonderprägungen in verschiedenen Nennwerten vom 2-Euro-Stück bis zur 100-Euro-Goldmünze heraus. Man könnte also von seiten der Postverwaltungen auch (Sonder-)Postwertzeichen weiterhin als gefragte Sammelobjekte herausgeben, auch wenn sie im Alltag praktisch kaum noch eine Rolle spielen. Wenn die Ausgaben aber inflationär erfolgen und dabei die grafische und drucktechnische Gestaltung zu wünschen übrig lässt, weil Programmbeiräte nicht selten fragwürdige Themen und wenig attraktive Motive auswählen, muss man sich nicht über nachlassendes Interesse der verbliebenen Kundschaft wundern.

    Was ist also nun die Konsequenz der jüngeren Sammlergeneration: Zum einen sind verkrustete Vereins- und Verbandsaktivitäten mit hohen Mitgliedsbeiträgen, Funktionärseliten und starren Regularien wenig gefragt, insbesondere wenn sie sich den Interessen der jüngeren Generation aus Überheblichkeit (Arroganz des Alters, der finanziellen und philatelistischen Überlegenheit) und Desinteresse (infolge Frustration über sinkende Sammlungswerte) verschließt. Zum anderen wenden sich Sammler eher zeitlich abgeschlossenen Sammelgebieten der Vergangenheit zu, die überschaubar bleiben und ästhetisch Freude machen.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Max und Moritz
    Stamm Mitglied
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    Männlich
    • 1. Februar 2009 um 00:17
    • #10

    Philnum,

    du hast ja so recht. Nur deine fantastische Schilderung der Ausgabepolitik finde ich nicht kritisch genug. Hingegen der Vergleich mit den Münzen ist gut und hinkt nicht.

  • heide1
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 1. Februar 2009 um 00:35
    • #11

    von philnum: ..."Generation 65+ entweder weitgehend ignoriert"...


    Also Euer Ehren,
    guck hier die starke Generation...

    und wir leben noch...

  • skabene
    Gast
    • 1. Februar 2009 um 01:32
    • #12

    Das Problem mit der Ausgabepolitik der Post hat man ja nur, wenn man auch Deutschland sammelt. Es gibt aber noch sehr viele schöne Marken aus anderen Ländern oder eben schöne Motivsammelgebiete.
    Gerade bei letzterem könnte man Jugendliche imho eher kriegen, weil sie vorhandene Interessen auch als Motivmarken sammeln könnten. Was dann gleichzeitig noch wissenbildend wäre.

    Thema Sammler oder Philatelist:
    Natürlich kann ich mir zu allen meinen Motivmarkengebieten auch viel Fachliteratur ins Regal stellen. Aber wieviele Bücher sollen das z.B. bei den Themen Katzen oder Dampflokomotiven werden? Da ist es doch interessanter, zu jeder Motivmarke sich die Info zu suchen, gerne auch im Internet, und sie der entsprechenden Marke hinzuzufügen.
    Ich bin lieber Sammler als Philatelist, ganz klar. Denn wenn ich mich durch dutzende und mehr Bände Fachliteratur wühlen muß, würde mir das dann doch den Spaß am Sammeln nehmen.
    Und Spaß soll's doch machen, nicht wahr? :jaok: 8-)

    skabene

  • heide1
    erfahrenes Mitglied
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    790
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    Männlich
    • 1. Februar 2009 um 02:19
    • #13
    Zitat

    Original von skabene
    Ich bin lieber Sammler als Philatelist, ganz klar. Denn wenn ich mich durch dutzende und mehr Bände Fachliteratur wühlen muß, würde mir das dann doch den Spaß am Sammeln nehmen.
    skabene

    Ich kann auch nicht schlafen, aber nur mal für skabene:

    .. Ich bin lieber Sammler als Philatelist..., Was willst Du denn.. - Guck hier ins Forum - und alle helfen Dir - nur, Du musst auch mal lesen, hier lesen, stundenlang, tagelang und immer wieder und dann - musst Du Dich nicht mehr "durch dutzende und mehr Bände Fachliteratur wühlen" , sondern plötzlich sehen Deine Marken ganz toll aus!!

    Und Du hast Freude an der Philatelie - Philatelie ist nicht sammeln, sondern Forschen, Lernen und dann noch Völkerverbindung - es reicht, oder nicht.....einfach mal so als "Lebenshilfe"...ok?!

  • skabene
    Gast
    • 1. Februar 2009 um 08:06
    • #14
    Zitat

    Original von heide1
    Guck hier ins Forum - und alle helfen Dir - nur, Du musst auch mal lesen, hier lesen, stundenlang, tagelang und immer wieder


    Ja, du hast ja ganz recht.
    Wenn ich Fragen zur "technischen" Seite bei Marken habe, also z.B. zu Erhaltung, Wert, Farben, Wasserzeichen, Stempel usw., bin ich mir sehr sicher, hier durch Anfragen oder Suchen viele gute Antworten zu finden. 8-)
    Geht es darum, aber mehr über eine bestimmte Dampflok zu wissen, die ich gerade auf einer neuerworbenen Marke betrachte, ist doch besser der Griff zu Fachliteratur oder der Blick ins Internet ratsam.

    Beides ergänzt sich. Und ja ... dann habe ich auch wieder Spaß an der Philatelie, mit all ihren von dir genannten Vorteilen.
    Mein Punkt war ja nur der, das zuviel Forschen müssen auch die Lust an der Philatelie nehmen kann. Vielleicht habe ich auch deswegen Sammelgebiete gewählt, bei denen die o.e. technische Seite nicht so sehr im Mittelpunkt steht.
    Beim Sammeln der vielen Germania-Varianten oder von Plattenfehlern hätte ich ehrlich nicht mehr wirklich Spaß daran. :oneien:
    Es geht mir nicht um Sammeln light, meine SGs machen je nach Motiven sicher genug Recherche zum Thema nötig.
    Vielleicht macht dies deutlich, was ich meine.

    skabene

    2 Mal editiert, zuletzt von skabene (1. Februar 2009 um 08:12)

  • happybaba
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    Geburtstag
    9. April 1949 (76)
    • 1. Februar 2009 um 08:11
    • #15

    mal kurze Statistik:

    Habe 2008 ausgegeben für

    Mitgliedschaften in Vereinen und Arbeitsgemeinschaften: ca. 280 Euro

    für Literatur (allein Schantl und das Kohl-Handbuch haben mich 154 € gekostet) ca. 260 Euro

    für Zubehör (Alben, Hawid und diese "billigen" Blattschutzhüllen, die unterm Strich sauteuer sind) ca. 600 Euro

    für Briefmarken ca. 800 Euro.

    Stimmt denn da das Verhältnis noch?

    In meiner seligen Jugend hab ich etwa 100 Euro im Monat für Briefmarken ausgegeben und 10 Euro für Sonstiges. Da gings mir besser.

    Na ja: Ich hab nun ne Menge Literatur (die ich noch nicht alle gelesen habe), ne Menge Briefmarken (die ich ziemlich genau besichtigt habe) und ne Menge Mitgliedschaften (die ich nur gelegentlich nutze).

    Meine aber, früher wär ich mehr Sammler gewesen als heute. Oder bin ich heute mehr Philatelist? Wohl kaum.

    Happybaba

    PS: Das mit dem Grüßaugust hat mir sehr gut gefallen!!!

  • Drudenfus
    aktives Mitglied
    Beiträge
    457
    • 1. Februar 2009 um 10:21
    • #16
    Zitat

    Das Problem mit der Ausgabepolitik der Post hat man ja nur, wenn man auch Deutschland sammelt.


    Ich wollts grad sagen, es zwingt einen ja niemand die deutschen Ausgaben zu sammeln ;)

    Und ich denke auch nicht, dass die Ausgabepolitik der Post etwas mit dem Mangel an Jungsammlern zu tun hat, sondern das Image, das das Briefmarkensammeln hat, ist der "Übeltäter".
    Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Jugendlicher, der offen zugiebt diesem Hobby zachzugehen, nicht unerheblich mit Spott und Lästereien zu kämpfen hat. Schon in meiner Altersgruppe erhält man beim Erwähnen dessen im besten Fall ein verzogenes Gesicht und unmissverständliche Desinteresse.

    Um sich davon nicht beeindrucken zu lassen braucht man doch eine Gewisse "mir doch egal" Einstellung bezüglich dessen, was andere von einem halten. Und gerade das ist im Jugendalter erfahrungsgemäß noch nicht besonders ausgeprägt und unsere aktuelle "Generation Peter Pan" schleppt ja sämtliche Teeniemarotten mit bis ins Erwachsenenalter. Anstatt irgendwann mal halbwegs vernünftig zu werden hängen sie dann auf "Ü-30 Parties" ab und benehmen sich, als wären sie grade 13 geworden :unsicher:

    In meinem Kollegenumfeld jedenfalls sind "Sport", "Kino" und "Disco" die einzigen akzeptablen Freizeitbeschäftigungen, alles andere wird misstrauisch beäugt. Vielleicht noch "Shopping". Eben alles, was den perfekt zu melkenden Kapitalismusbürger ausmacht.

    Und da denke ich nicht, dass sich etwas ändern lässt, wenn man Vorstände austauscht usw. Es entspricht einfach nicht dem Zeitgeist, sich mit der Realität zu beschäftigen. Bevor man Briefmarken oder Münzen sammelt, sammelt man lieber Pokémon-Karten - da muss man sich nicht mit irgendwas relevantem auseinandersetzen UND man kann mit den Karten sogar noch spielen. UND es gibt eine Fernsehserie und Videospiele dazu! Und jetzt versuche mal diesem Klientel eine Fernsehsendung mit historischem Inhalt vorzusetzen und damit meine ich keine dumpfe "Galileo"-Sch*** sondern was RICHTIGES. Es wird sie nicht interessieren.
    Früher wurden Zigarettenbilder gesammelt, da waren geschichtliche Ereignisse drauf, oder Personen, oder auch Themen aus der Völkerkunde. Sowas würde man heute ungesehen wegwerfen, man sammelt heute "Fantasy"-Kram, die Realität ist nicht interessant.

    Zitat

    eine Alibi-Seite für die Jugend gibt es ja noch


    Die ist allerdings sehr alibi :D
    Wobei ich ja keinen Einblick in die Sammlungen aktiver Jungsammler habe, die hier angesprochen werden sollen, aber welcher Jugendliche findet eine vermeintliche Abart in seiner Posthornsammlung? Oder beschäftigt sich mit Stempelfälschungen auf klassischen Marken ehemals zu Österreich gehörender Gebiete?
    Beides nicht erfunden, sondern tatsächliche Themen aus der Jugendseite des BMS...

  • Manowar
    erfahrenes Mitglied
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    884
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    7. Juli 1983 (42)
    • 1. Februar 2009 um 10:36
    • #17

    So, ich als jüngerer Sammler fühle mich bei diesen Diskussionen natürlich immer auch angesprochen und will mal zu ein paar Punkten meine Meinung sagen.

    @muemmel: "Interessant ist für mich auch die Mischung aus gestandenen Philatelisten und Anfängern oder Wiedereinsteigern. Letzteren möchte ich aber dringend raten, nicht nur die Marken im Auge zu haben sondern auch für die notwendige Literatur zu sorgen, zumindest wenn diese dieses schöne Hobby weiter ernsthaft betreiben wollen. Wer diesen Aspekt vernachlässigt, ist einfach nur Sammler, aber kein Philatelist"

    Du hast selbstverständlich Recht, allerdings nur, wenn mann denn Philatelist werden will und hier liegt der Hase im Pfeffer. Literatur kostet Geld, hat man dieses? Will man vor allen in jungen Jahren wo es ja noch ganz andere schöne Dinge gibt und des Geld in Schul- Ausbildungs- oder Studienzeiten knapp ist, dieses gerade für langweilige Bücher ausgeben, die man schon in der Schule nicht lesen will? Der Weg vom Sammler zum Philatelisten ist (Zitat des Bayerntrainers *g+) ein langwiriger Prozess der sich über Jahre hinzieht. Ich selber sammel seit gut 15 Jahren, mitlerweile hat sich mein Wissen, durch dieses Forum, enorm gesteigert, ich besitze auch wertvollere Marken über 50€ Michelwert, aber meine Literatur beschränkt sich auf einen älteren Michelspezial und einen relativ aktuellen Michel-Deutschland. Ich selber bezeichne mich als Sammler und das werde ich auch noch lange bleiben. Wenn ich in 10 Jahren vielleicht mal soweit bin, mich als Philatelist zu bezeichnen, kann ich dies noch lange genug sein. Jeder ältere Sammler sollte sich immer wieder daran erinnern, wie er angefangen hat. Du schreibst selber, dass du seit 50ig Jahren sammelst, wann hast du den Sprung geschafft? Ich denke, dieser Prozess hat auch nicht in den ersten 5 Jahren stattgefunden, oder? Versteh mich bitte nicht falsch, ich möchte dir keine Vorwürfe machen oder dich angreifen, nur einmal die andere Seite schildern.


    Wegen der Vereinsproblematik: Ich bin nicht in einem Verein. Zum einen, da ich durch mein Studium praktisch nur halbjährlich an einen der beiden Ort bin und zum anderen, da eine Vereinsmitgliedschaft auch immer Eigenengagement als Voraussetzung mit sich bringt. Im Moment habe ich nicht die Zeit und ganz ehrlich auch nicht die Motivation mich hier in diesem Bereich groß zu engagieren, da man ja auch nicht sooo viel positives über Vereine hört. Gut, man kann nicht alle über einen Kamm scheren, aber es beeinflusst einen schon.

    Eine weitere Schwäche der Vereine ist natürlich die mangelnde Präsenz in den neuen Medien. Eine Variante wäre meiner Meinung nach, dass wenn jüngere Sammler in den Vereinen sind, diese diese Aufgabe übernehmen, auch wenn die sonst nicht im Vorstand oder so sind. Nur weil ältere vermeindlich nix von der Materie verstehen, heißt das ja nicht zwangsläufig, dass sie alles blockieren.


    Als letzten Punkt möchte ich noch die Augabenpolitik der Post ansprechen: Ich denke, die Menge an Marken ist nicht das Problem. Das Problem ist einfach, dass heutzutage viele Briefe keine Briefmarke mehr tragen. Dies ist aus Kosten- und Zeitgründen leider nicht mehr umkehrbar. Trotzdem sammel ich gerne gerade auch die aktuellen Bundmarken. Ich persönlich finde die neuen Motive und Designmöglichkeiten auch gut, da sie meiner Meinung nach modern sind. Das Markendesign hat sich ja im Laufe der Zeit immer verändert und ich denke, dass schon 1920 darüber geklagt wurde, dass die Marken 1880 noch besser aussahen.
    Jeder kann sich ja sein Sammelgebiet und die jeweilige Spezialisierung aussuchen. Wenn wir Sammler dann untereinander noch toleranter mit den verschiedenen Sammelgebieten umgehen, dann denke, wird unser aller Hobby auch die nächsten Jahrzehnte überstehen aber nicht so wie es ist, sondern sich weiterentwickeln, so wie es sich schon immer weiterentwickelt hat.

    Ich bin immer auf der Suche nach Tauschpartnern. Schaut euch doch mal meine Fehl- und Dublettenlisten an, vielleicht ist ja was dabei!

    Bei BRD: 90% von dem, was nicht in der Fehlliste auftaucht, habe ich mehrfach. Falls Interesse, einfach melden!

  • philnum
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    653
    • 1. Februar 2009 um 11:00
    • #18
    Zitat

    Original von heide1
    von philnum: ..."Generation 65+ entweder weitgehend ignoriert"...


    Also Euer Ehren,
    guck hier die starke Generation...

    und wir leben noch...

    Hallo,

    Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Zunehmend gibt es auch sehr ausgebaute und informative Philatelie-Seiten, erstaunlicherweise werden die gelungensten von privaten Einzelpersonen allein betrieben, während die Homepage von so mancher Arge oder von größeren Vereinen armselig gestaltet daher kommt und häufig schon seit Jahren nicht mehr aktualisiert wurde. Das zeigt doch die vielfältigen Möglichkeiten einerseits und andererseits, was träge und überwiegend mit sich selbst beschäftigte Organisationen zustande bringen. Wahrscheinlich muss erst ein Vorstandsbeschluss auf die Tagesordnung und dann darüber diskutiert und abgestimmt werden, ob der Veranstaltungskalender veröffentlicht werden soll oder man bei Treffen lieber weiter unter sich bleibt, damit man so schön ungestört im eigenen Saft schmoren kann. ;)

    Was die "Nachwuchsgewinnung" angeht, so muss Anfänger/Wiedereinsteiger ja nicht gleichbedeutend mit Kind/Jugendlicher/junger Erwachsener sein. Auch oder gerade in höherem Lebensalter ist Sammeln doch ein recht praktikables Hobby. Und auch wer kein akademischer Philatelist mit Kapitalanlage-Anspruch werden will, hat den Respekt der "elitären Kaste" der Großgold-Aussteller und gut betuchten Raritäten-Jäger verdient! Hier im Forum läuft das viel "demokratischer" ab: Experten geben ihr Wissen gern preis, helfen auch bei "dummen Fragen" bereitwillig und sicher hat so schon der eine oder andere das Interesse für ein spezielleres Sammelgebiet gefunden, von dem er zuvor nicht viel Ahnung hatte. Gibt es "Einsteiger-Vorträge" bei Vereinen oder Arges? Da liest man meistens nur von Spezialthemen, die bestimmt interessant sind, aber auf den ersten Blick so abschreckend langweilig klingen, dass man da gar nicht hingehen mag.

    Beste Sammlergrüße

    philnum

  • Fellmann
    neues Mitglied
    Beiträge
    68
    Geschlecht
    Männlich
    • 1. Februar 2009 um 11:05
    • #19

    Ich habe fasziniert Eure Ausführungen gelesen und kann ihnen nur zustimmen. Ich denke aber das ist kein Problem der Briefmarken oder des Hobbies Sammeln oder der Post, sondern ein Gesellschaftsproblem. Wie sagte Peter Hahne vor kurzem so treffend? "Es gibt im Spiel des Lebens immer weniger Darsteller und immer mehr Zuschauer. Die Ränge werden immer voller und das Spielfeld immer leerer" So ähnlich waren seine treffenden Worte. Die Leute laufen doch nur noch den vordiktierten und als lebenswert konstruierten Idealen hinterher. So lange es mehr in ist, im Mediamarkt die auf Pump zu konsumieren "jetzt kann sich jeder alles leisten" oder in Diskotheken abzuhängen wird es immer weniger Menschen geben, die gegen den immer breiter und schneller werdenden Strom schwimmen. Die Flucht aus dem Leben und rein in Scheinwelten und merkwürdigen Ideologien ist voll im Gange. Das ist sicherlich auch so gewollt. Nur so lässt sich die Masse steuern, indem man sie einlullt.

    Daher kann der Appell nur heißen, Leute, zieht Euch nicht zurück, sondern gestaltet Euer Umfeld, Eure Stadt oder Euren Briefmarkenverein aktiv mit und nehmt nicht alles hin. Dann wird es auch plötzlich wieder Menschen geben, die sich mit ernsthaften Hobbies wie Briefmarkensammeln beschäftigen. Weil sie bemerken, dass man sich mit der Realität beschäftigt, anstatt auf den Golfplatz zu gehen.

    Viele Grüße
    Fellmann - ein (Wieder)einsteiger

    2 Mal editiert, zuletzt von Fellmann (1. Februar 2009 um 11:13)

  • Drudenfus
    aktives Mitglied
    Beiträge
    457
    • 1. Februar 2009 um 11:23
    • #20
    Zitat

    Die Leute laufen doch nur noch den vordiktierten und als lebenswert konstruierten Idealen hinterher.


    Da gebe ich dir uneingeschränkt recht.
    Aber wie heisst es doch so schön: "Wer der Herde hinterherläuft frisst nur Sch***, nicht das Gras."

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