Hallo,
zeige hier einen als Drucksache von Nürnberg nach Velburg/Oberpfalz versandten Brief, frankiert mit MiNr 14 (datierend 13.8.1868). Inhaltlich gehts um eine Preiskorrektur für Weissblech, was an sich heute eher (zumindest philatelistisch) uninteressant sein dürfte.
Abgesehen von der - leider linksseitig angeschnittenen - Nr 14 wirkt der Brief wirklich wie eine Drucksache, ohne Siegelverschluss.
Die Schrift (Inhalt) sieht für mein Empfinden aber eher hand(feder-) geschrieben aus, bei höherer Vergrösserung sind auch kleine Tintenspritzer zu sehen, obwohl als Datum "Datum des Poststempels" angegeben wird.
Meine Frage: Waren die damaligen technischen Möglichkeiten der Reproduktion einer handschriftlichen Vorlage als "Druckwerk" wirklich so gut, dass es sich hier um eine echte Drucksache handelt, oder ist das ein Beispiel für einen als Drucksache durchgegangenen Postbetrug, um weitere 2 Kr. Briefgebühr zu sparen?