Hallo Nils,
in der korrekten Beschreibung liegt ja die Kunst der Postgeschichte.
Was sich so jedes Jahr in Auktionskatalogen von den Schreibern dort zusammen gereimt wird, ist manchmal schon ein starkes Stück. Oft hat es mit der Wahrheit wenig zu tun und man versucht über eine gedachte Postgeschichte, den Wert des Stücks zu steigern. Nur zu oft gelingt dies auch.
Daher sollte man, wenn man postgeschichtlich orientiert ist, immer versuchen, hinter die Geheimnisse eines Briefes (so er welche hat) zu kommen und ihn dann, ob man ausstellt, oder nicht, korrekt zu beschreiben.
Vielleicht zeige ich mal hier auf, welche Beförderungsmöglichkeiten es um die Mitte des 19. Jahrhunderts überhaupt gab. Ich wette, dass 99% der Sammler das gar nicht wissen und sich noch nie Gedanken darüber gemacht haben.
Daher sind sie dann, wenn solch eine Besonderheit mal angeboten wird (eBay et altera), mit der postgeschichtlichen und damit wertmäßigen Einschätzung überfordert und überlassen zwangsweise denen das Feld, die das Stück korrekt interpretieren können.
Liebe Grüsse von bayern klassisch