1. Dashboard
  2. zum Forum
    1. Unerledigte Themen
  3. Mitglieder
    1. Letzte Aktivitäten
    2. Benutzer online
    3. Team
    4. Mitgliedersuche
  4. Ratgeber
  5. Hilfe
  • Anmelden oder registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PHILAFORUM.COM Briefmarkenforum
  2. Forum
  3. Briefmarken
  4. Vorphilatelie
  5. Altdeutschland

Preussen - Württemberg

  • VorphilaBayern
  • 14. Dezember 2008 um 08:08
  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 14. Dezember 2008 um 08:08
    • #1

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte zwei Dienstbriefe von Memel (Ostpreussen) nach Stuttgart (Württemberg) zeigen, die in Preussen und Bayern portofrei waren, in Württemberg jedoch nicht.
    Der erste Brief ist vom 30. Oktober 1846 und der Portobetrag den der Empfänger zahlen mußte ist 6 Kreuzer (über 1/2 bis 1 Loth von 6 bis 12 Meilen).
    Der zweite Brief ist vom 1. Juli 1846 und der Portobetrag ist 4 Kreuzer (bis 1/2 Loth von 6 bis 12 Meilen).

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • A14.jpg
      • 214,17 kB
      • 708 × 724
      • 303
    • A15.jpg
      • 169,07 kB
      • 708 × 724
      • 299

    Einmal editiert, zuletzt von VorphilaBayern (14. Dezember 2008 um 08:09)

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 14. Dezember 2008 um 09:34
    • #2

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgende Briefe zeigen.
    Frankobrief von Stuttgart nach Braunsberg bei Königsberg in Ostpreussen vom 19.12.1845.
    Rückseite Frankobeträge 4 Kr (Württemberg - 6 bis 12 Meilen) 8 Kr (Bayern - 18 bis 24 Meilen) und 18 Kr (Preussen - über 100 Meilen). Der Absender bezahlte 30 Kreuzer für den bis 1/2 Loth schweren Brief.

    Dieser Brief wurde beantwortet und im Umschlag, wahrscheinlich mit weiteren Blätter, am 28.12.1845 als Frankobrief nach Stuttgart zurückgesandt.
    Der Brief war nun 1 1/2 Loth schwer (= 2 fach - 6 Sgr x 2 = 12 Sgr).
    Die Taxierungen kann ich nicht deuten.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • A17.jpg
      • 372,78 kB
      • 722 × 927
      • 260
    • A18.jpg
      • 332,18 kB
      • 722 × 932
      • 258
  • bayern klassisch
    Gast
    • 14. Dezember 2008 um 10:11
    • #3

    Lieber VorphilaBayrern,

    der 1. Brief ist ja klar - Preußen hatte seine 5 Sgr. nochmals vorne notiert, obwohl Württemberg hinten sie bereits mit 18 Kr. ausgewiesen hatte.

    Der 2. Brief ist schon ein wenig problematischer:

    Hinten hat man seitens der süddeutschen Staaten das Weiterfranko mit 2 mal 4 Kr. für Württemberg = 8 Kr. und 2 mal 8 Kr. Transit für Bayern = 16 Kr. angesetzt, was richtig war.

    Diese 24 Kr. stehen auch vorne als Weiterfranko vermerkt. Der Absender zahlte die vorne in lila Tinte notierten 14 Sgr., die 49 Kr. entsprachen.

    Da das Weiterfranko von 24 Kr. in preußischer Währung 6 3/4 Sgr. entsprach (wohl gerundet auf 7 Sgr.), wurde der innerpreußische Gebührenanteil mit 7 Sgr. von der Aufgabepost angesetzt. Das war um 3 Sgr. unterfrankiert, weswegen man (wohl in Hof) noch "PA", also Postauslage, notierte und "Pdef" für "Portodefect" vermerkte, weil die Briefkarte zu korrigieren war.

    Ein Grund für das zu wenig erhobene Franko mag sein, dass Bayern und Preußen ab dem 1.1.1845 zwar ihre gegenseitigen günstigen Inlandstarife einander zugänglich machten, für die Transitkorrespondenz aber, wie hier, diese nicht angesetzt werden durften und alles beim alten vom 1.4.1835 blieb.

    Statt Portodefekt sprach man später auch von Frankodefekt, das nur zur Vervollständigung und zum Verständnis.

    Schöner Brief mit viel Geschichte - super Stück und danke fürs zeigen! :)

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 14. Dezember 2008 um 12:37
    • #4

    Lieber bayern klassisch,

    herzlichen Dank für Ihre wie immer detaillierte Beschreibung der beiden Frankobriefe von Württemberg nach Ostpreussen und zurück.

    Möchte einen weiteren Frankobrief, diesmal von Ludwigsburg (Württemberg) nach Gnadenfeld bei Ratibor in Oberschlesien (Preussen) zeigen, der die selbe Taxierung, wie der Brief von Stuttgart nach Braunsberg bei Königsberg in Ostpreussen hat.

    Liebe Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • A19.jpg
      • 292,01 kB
      • 954 × 637
      • 222
    • A20.jpg
      • 250,87 kB
      • 954 × 637
      • 212
  • fahrpostalbi
    neues Mitglied
    Beiträge
    88
    • 14. Dezember 2008 um 15:52
    • #5

    Hallo,

    hierzu kann ich auch einen Beleg beisteuern:

    Berlin vom 23.Mai 1827 nach Rottenburg,
    in Hof mit 23 Kreuzer in Auslage genommen,
    für Bayern mit 8 Kreuzer Transit und in Württemberg
    mit zusätzlich 6 Kreuzer dem Empfänger für 37 Kreuzer
    ausgehändigt.

    Beste Grüsse
    fahrpostalbi

    Bilder

    • berlin6..jpg
      • 62,7 kB
      • 670 × 442
      • 247
  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 26. August 2009 um 20:03
    • #6

    Liebe Sammlerfreunde,

    möchte folgenden Brief zeigen:

    Unfrankierter Brief von Berlin
    nach Rottenburg am Neckar
    in Württemberg. Der Brief war
    3 5/6 Loth schwer (handschriftlicher
    Vermerk links oben). In Hof wurde das
    preußissche Porto von 1 Gulden 5 Kreuzer
    in Auslage genommen. Dazu kamen noch
    jeweils 28 Kreuzer für Bayern und für
    Württemberg, so daß der Empfänger die
    hohe Summe von 2 Gulden und 1 Kreuzer
    Porto zu zahlen hatte. Der Brief war in der
    achten Gewichtsstufe.
    Auf der Rückseite müßte eine "7" stehen.
    Evtl. ein Bestellgeldvermerk ? von 7 Kreuzer.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

    Bilder

    • ber1.jpg
      • 936,65 kB
      • 2.130 × 1.286
      • 200
    • ber2.jpg
      • 803,84 kB
      • 2.119 × 1.269
      • 208
  • bayern klassisch
    Gast
    • 26. August 2009 um 20:26
    • #7

    Lieber VorphilaBayern,

    ein sehr schöner Brief - hätte ich auch genommen (wenn ich ihn gesehen hätte ...).

    Kurze Verständnisfrage: Wie kommt bei einer 8. Gewichtsstufe ein Transitporto Bayerns von 28 Kr. zustande?

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • VorphilaBayern
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.547
    Geburtstag
    7. August 1955 (70)
    • 26. August 2009 um 22:17
    • #8

    Lieber bayern klassisch,

    Drei 5/6 preußische Loth sind umgrechnet etwa Drei 7/10 bayerische
    Loth, also auch in Bayern die 8. Gewichtsstufe. Wenn der Brief über
    Ulm gegangen wäre, wären bereits in der 3. Gewichtsstufe 28 Kr
    erreicht.
    Er muß also einen anderen Weg genommen haben. Über Hof -
    Würzburg -Tauberbischofsheim - Stuttgart nach Rottenburg
    wären es aber auch ca. 28 Meilen bis zur badischen Grenze. In der 5.
    Gewichtsstufe wären es hier bereits 30 Kreuzer. Ich komme daher nicht
    dahinter, warum für Bayern und für Württemberg jeweils 28 Kreuzer
    Porto angefallen sind.

    Beste Grüße,
    VorphilaBayern

  • bayern klassisch
    Gast
    • 27. August 2009 um 05:59
    • #9

    Lieber VorphilaBayern,

    vielen Dank für deine Portoberechnung - ich kam auch nicht auf die notierten 28 Kr.. Die meisten Fehler, die Bayern gemacht hat, wurden später wieder von Württemberg korrigiert. Hier erfolgte aber keine Korrektur, denn die Taxen wurden stehen gelassen und man rechnete mit ihnen weiter.

    Vielleicht weiß der Transitexperte liball, warum man auf 28 Kr. kam.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Magdeburger
    Stamm Mitglied
    Beiträge
    1.275
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    5. Februar 1961 (65)
    • 27. August 2009 um 06:34
    • #10

    @Bayern Klassisch
    VorphilaBayern

    ich habe mal versucht das Porto von Berlin nach Hof nachzuvollziehen. Da ich aber auch keinen Postververtrag Preussen - Bayern habe (bisher auch nichts auf der Postvertragsseite) und auch keine Datierung angegeben ist, komme ich nicht auf die 1Gulden 5 Kreuzer.

    Die Entfernung dürfte 32 Meilen betragen. Vom 01.01.1825 bis 13.08.1844 wären für die Strecke für einen einfachen Brief 6 Sgr zu zahlen gewesen, danach 4 Sgr bis zum 31.12.1849.
    Die Gewichtsstaffelung blieb erhalten und wäre das 4,5fache des einfachen Briefes.
    Somit wäre bis 13.08.1844 6 * 4,5 = 27 Sgr, danach 4 * 4,5 = 18Sgr, wäre es eine rein preussische Sendung.

    Für mich ergeben sich folgende Fragen:
    Für den ersten Zeitraum: Gab es Portoermäßigungen laut Vertrag?
    Für den zweiten Zeitraum: Ich würde mit einem Faktor von 3,5 auf 63 Kreuzer kommen - woher kommt die Differenz?

    Ich hoffe, nicht noch mehr Fragen aufgeworfen zu haben, deren Beantwortung ich schuldig bleiben müsste.

    Beste Sammlergrüsse

    Ulf

    Suche Belege von Magdeburg bis 31.12.1867 sowie Belege mit Packkammerstempel

  • liball
    neues Mitglied
    Beiträge
    72
    Geschlecht
    Männlich
    • 28. August 2009 um 15:19
    • #11

    Hallo VorphilaBayern,

    meine Interpretation zu diesem interessanten Brief nach Rottenburg ist folgende:
    Dem Berliner Stempel nach zu urteilen, gehe ich davon aus, dass der Brief in den 1. Postvertrag zwischen Bayern und Preußen fällt, also bis 1833.
    In Art. 20 dieses Vertrages sind beide Partner überein gekommen, dass bei der transitierenden Correspondenz das einfache Gewicht bis 1 Loth geht. 3 5/6 Loth wäre somit die 4. Gewichtsstufe. Dies entspräche in Preußen 19 Sgr. (4,75 x 4). Dies entspricht ca. 1 fl. 5 Kr.
    Der bayerische Transit kostete 8 Kr. Es wurde hier also die 3 ½ fache Gewichtsstufe gerechnet (8 x 3,5), warum auch immer.
    In Württemberg wurde er dann der 7. Gew.-Stufe (über 4 ½ Loth) zugeordnet. Dies wären bis 18 Meilen 27 Kr. gewesen. Vermutlich wurde noch 1 Kr. Bestellgeld eingerechnet.

    Grüsse
    liball

  • Postgeschichte-Kemser
    aktives Mitglied
    Beiträge
    217
    Geschlecht
    Männlich
    Geburtstag
    7. Oktober 1963 (62)
    • 22. September 2010 um 14:17
    • #12

    Hallo,

    anbei möchte ich ein Brieflein mit interessantem zeitgeschichtlichen Hintergrund zeigen.

    Auslagenbrief von Berlin nach Stuttgart - leider undatiert, aber....
    ...adressiert an "Major von Massenbach außer Diensten..."

    Hintergrund:
    Es dürfte sich um Christian v. Massenbach handeln, der im Armeekorps des Fürsten Friedrich Ludwig zu Hohenlohe-Ingelfingen Stabschef war. Dieses Armeekorps wurde in der Schlacht von Jena vernichtend geschlagen - eine erhebliche Schuld daran wurde v. Massenbach angelastet.

    Von 1816 bis 1817 war Chr. v. Massenbacher Mitglied der Ständeversammlung des Königreichs Württemberg als Vertreter seines Bruders Reinhard von Massenbach. In diese Zeit dürfte auch der Brief zu datieren sein.

    Leider ist kein Absender ersichtlich, aber vielleicht kann jemand eine nähere Info zum rückseitigen Siegel geben.

    Beste Grüße
    Postgeschichte-Kemser

    Bilder

    • PRB-0239.jpg
      • 495,27 kB
      • 850 × 730
      • 165
    • PRB-0239-1.jpg
      • 493,43 kB
      • 850 × 740
      • 152
    • PRB-0239-2.jpg
      • 453,28 kB
      • 850 × 880
      • 163

    Postgeschichte-Kemser
    http://www.postgeschichte-kemser.de

Registrierung

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!

Benutzerkonto erstellen

Benutzer online in diesem Thema

  • 1 Besucher
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
  3. Kontakt

Partnerprogramm / Affiliate Disclaimer

Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Mit * markierte Links sind Affiliate-Links (Werbung). Nur auf diese Weise können wir dieses großartige Forum finanzieren, wir bitten um euer Verständnis!

Community-Software: WoltLab Suite™