Ich habe noch Hinweise auf eine lange, schwere Erkrankung "ergoogled", was natürlich sehr gut zu einem Aufenthalt im Kurbad Kislovodsk passen würde.
Die Adresse ist warscheinlich eh eine Kureinrichtung, Pension, o.ä,
RUSSLAND bis 1923
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Hier der erste Brief von einem Paar.
Beide in FEODOSIA aufgegeben und nach Genf adressiert. Interessant ist, dass der früher aufgegebene Brief beinahe drei Wochen später bei der Empfängerin eintraf, als der vier Tage später aufgegebene.
Der früher aufgegebene Brief machte einen Umweg über die französische, militärische Postkontrolle.
Beide Belege tragen zudem einen russischen Zensurstempel in blauviolett, welche nur auf den ersten Blick genau gleich sind.ubahuga
Hier der später aufgegebene und früher angekommene Brief:
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Hier der früher aufgegebene aber später angekommene Beleg. Dazu die beiden russischen Zensurstempel.
uabhuga
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Hier zwei Belege frankiert mit der Ausgabe 5.Dez. 1922/März 1923, Aufdruck Sowjetstern mit Hammer und Sichel.
Beide im September 1923 in die Schweiz gelaufen, und da beide mit Nachporto belegt.Beim 15er-Block der 40p.-Marke ist - so vermute ich - die Abart mit Komma anstatt Punkt hinter rechtem p dabei.
Zur Grundausgabe dieser Marken habe ich eine andere Frage: Mit welchem Hilfsmittel ist der Kreideaufdruck, wenn nicht mit blossem Auge, ersichtlich oder sichtbar zu machen?

Bei den 100p.-Marken auf dem Brief kann ich drehen und wenden mit und ohne Sonnenlicht, Fluoreszens usw., ich sehe da auf der Vorderseite nichts.ubahuga

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Ich hätte zwar noch etliche Belege aus Russland inkl. Fragen dazu, vor allem zu den verschiedenen Staatswappenausgaben und auch zu den Freimarken 1921, wenn sie auf Brief kleben, aber auch lose usw.
Aber um es mit F.K. Waechters Worten zu sagen:
Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein.Und wo kein Schwein guckt, kann ich auch keine Antworten erwarten.
Lass ich es eben bleiben.Schönes Wochenende
ubahuga

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Der Kreideaufdruck, sofern vorhanden, kann bei Schragstellen unter einer Lichtquelle besichtigt werden, also leicht kippen bis man es sieht, mit Marken der Ausgabe 1908 üben.
Der Kreideaufdruck ist aber oft fehlend. Bei den ersten Ausgaben mit dieser Sicherheitsmethode sind die Linien des Aufdrucks 0.7 bis 0.8mm breit. Bei den späteren Ausgaben (Nachauflagen) wird die Breite mit 1.3 bis 2.0mm angegeben. Aus eigener Forschung weiß ich diese Breite auszudehnen. Stempeldaten belegen die Ausdehnung von 1.0 bis 2.2mm. Die Grösse der Rauten ist auch dementsprechend unterschiedlich. Egal welche Ausgabe.
Ich werds nachher mit der Kamera versuchen dieses zu verdeutlichen.
mfG
Nigel
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Zitat
Original von ubahuga
Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein.Und wo kein Schwein guckt, kann ich auch keine Antworten erwarten.
Lass ich es eben bleiben.Doch, wir Grunzies gucken schon
Nur, wie soll man auf Fragen eines Gebietes Antworten geben, wenn man keine Ahnung davon hat? Ich selber sitze auch oftmals vor dem Bildschirm und staune über die gezeigten Sachen, aber mangels Wissen kann und werde ich mich nicht dazu äussern. In solchen Fällen kann man höchstens noch Verständnisfragen stellen, wenn einem etwas unklar ist, aber nichts produktives zur Sache beitragen. -
Zitat
Original von ubahuga
Aber um es mit F.K. Waechters Worten zu sagen:
Wahrscheinlich guckt wieder kein Schwein.Sorry, ich hab's doch glaub ich schon geschrieben, ich bin froh, wenn ich es schaffe mal zu gucken. Ich bin immer noch auf der suche nach deinem Aufdruckfehler (verbogenes F...)
Das ich jetzt was schreiben kann, liegt auch nur daran, das die Oma meinen Sohn abgeholt hat und ich endlich mal die Zeit dazu habe.
Zum Thema Kreideaufdruck hat Nigel ja schon was gesagt. Ich habe es im BDPH Forum mal so beschrieben:
Stell dich ans Fenster, Tageslicht funktioniert am besten, und hebe den Umschlag auf Augenhöhe, so, das du ungefähr aus der Ameisenperspektive auf die Marken gucken kannst. Dann achte am besten auf den weissen Rand der Marken. -
Hier sieht man den Kreideaufdruck. Nachauflage mit breiten Linien.
mfG
Nigel
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Hallo Sammlerfreunde, vielen Dank für die Tipps.
Betreffend Kreideaufdruck habe ich beim besagten Beleg beinahe alles versucht. Schief gegen die Tischlampe, gegen das Sonnenlicht in allen Ebenen, mit FL usw.
Meine Augen konnten nichts sehen. Im Gegensatz zu all den andern Russen, bei denen es jeweils mit mindestens einer Methode klappte. Oft geht es ja sogar ohne Hilfsmittel bereits mit blossem Auge und etwas schief gehalten.Aga aga, noch einen, ich machte also heute - angeregt durch einen ähnlichen "Fall", einen weiteren Versuch. Ausgerüstet mit einer Spotleuchte ging ich in die Abstellkammer. Da ist Null Tageslicht, wenn die Türe geschlossen ist. Und siehe da! Da war unter der Spotleuchte der Kreideaufdruck plötzlich schön zu sehen.
Geduld bringt Kreideaufdruck. Wobei, ich hätte nichts dagegen gehabt, wenn derselbe auf der Gummiseite gewesen wäre ...
ubahuga

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Da gabs nebst dem wabenförmigen Kreideaufdruck offenbar auch noch Wabenstempel.
Frage: Waren solche in ganz Russland in Gebrauch? Wenn ja, waren sie einheitlich oder differierten sie innerhalb von verschiedenen Postämtern?
ubahuga

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Sowas gab es in Deutschland wohl auch. Das sind Flächenstempel, die in der Inflazeit zur Entwertung der Massenfrankaturen benutzt wurden.
Ich habe noch nie eine Studie zu diesen Stempeln gesehen.Ich bitte immer zu bedenken das, im Vergleich zu Deutschland, die russische Philatelie noch zu guten Teilen unvollständig erforscht ist.
Es sind bei weitem noch nicht alle Plattenfehler gefunden und schon garnicht ihre Bogenpositionen.
Herr Hovest versucht immer noch die Plattenfehler der 1914er Kriegswohlfahrtsausgabe komplett mit Feldnummern zu versehen. Und das ist wirklich Massenware...
Es gibt Bereiche, da hat sich dann mal wer drum gekümmert und es sieht ein wenig besser aus. Z.B. Bahnpoststempel und Feldpoststempel. Bei der Schiffspost sieht es dann schon wieder schlechter aus, weil Forschungen über die Seepostverbindungen zu anderen Ländern nur unvollständig sind.etc.etc...
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@ Lacplesis
Ich hab da auch noch einen Bank-Brief aus Russland nach Paris.
Kannst Du zu diesem Brief etwas sagen ?
Danke schon mal vorab.Schöne Grüße
Guido -
Gelaufen vonWinnyzja.
Die Frankatur ist jedoch leider gebastelt. Zumindest die oberen vier Marken sind abgefallen und dilletantisch durch "irgendwas" ersetzt. Die finnische 20 Pen Marke in der Mitte hatte natürlich in Russland keine Frankaturgültigkeit.
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Danke für Deine Erläuterung.
Schöne Grüße
Guido -
Zu der unten gezeigten Karte habe ich einige Fragen.
Kennt jemand den Lodz Stempel und kann mehreres dazu sagen. der Abschlag unten ist schwach und nicht genau zu entziffern, oben kann man schon feststellen es handelte sich um ein Postamt und keine
Zweigstelle oder ähnliches.Ab 1880 waren neuformatige Postwagonstempel eingeführt. Aus der Literatur geht es erst garnicht klar, ob die Zahl 27 noch den Leitweg andeutet, oder ob es der Wagonnummer ist. Der alte Leitweg 27-28 war Warschau-Alexandrowo, was von Lodz ziemlich weint entfernt liegt.
In dem Bestellungsstempel aus Berlin, was hat die 45 zu bedeuten. Botennummer? Nummer des zustellenden Postamts?
Laufzeit ist mit einem Tage recht ordentlich für die Zeit.
Wer kann die Strasse lesen?
Bedanke mich im voraus.
Übrigens die Karte war bei Ebay mit folgender Beschreibung. Russische GSK nach Berlin.
mfG
Nigel
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Zum Leitweg: Die Bahn von Lodz trift in Lovich auf die Linie Warschau-Alexandrowo. Warum ist die Karte nicht über Kalisz gelaufen? Bei genauer Betrachtung der wundervollen Karte, die mir hast zukommn lassen, siehst Du, das die Eisenbahn an der Grenze endet. Deshalb wohl der Weg nach Norden. Das ist also tatsächlich die direkte Bahnverbindung von Lodz nach Preussen.
Bei den restlichen Fragen komme ich auch nicht weiter.
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Hallo Nigel,
die Straße koennte die Gertrauden Straße sein.
Beim Postwaggonstempel würde ich von der Waggonnr. ausgehen.
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Mir ist per Email gesagt worden
Postwagon 27 ist auf der Strecke Warschau, Thorn, Bromberg, Berlin eingesetzt worden.
Die Karte ist übrigens die beste die ich bisher gefunden habe. Man kann zumindest damit muhselig ein halbwegs ordentliches Gemeindeverzeichnis aufbauen, zumal die Verwaltungsgebiete angedeutet sind
mfG
Nigel
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