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Raumfahrt

  • mx5schmidt
  • 14. Oktober 2008 um 22:28
  • mx5schmidt
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    • 24. Oktober 2008 um 21:44
    • #21

    Wie hier bereits beschrieben kam es bei Apollo 13 durch die Explosion eines Sauerstofftanks zu einem Problem, das die bei dieser Mission geplante Mondlandung unmöglich machte.

    Die Landung auf dem Mond wurde gestrichen und der Kurs leicht geändert, so dass die Flugbahn nur um den Mond herum und wieder zurück zur Erde führte. Die Mondlandefähre „Aquarius“ spielte dabei die Rolle des „Rettungsboots“, das die Besatzung versorgen musste, nachdem ein Überleben im havarierten Kommando-/Servicemodul „Odyssey“ nicht mehr möglich war.

    Das Lebenserhaltungssystem der Landefähre war jedoch nicht dafür ausgelegt, drei Personen mehrere Tage am Leben zu erhalten. Während genügend Sauerstoff an Bord war, gab es zu wenig Wasser und insbesondere elektrischen Strom, der in der Landefähre aus Batterien bezogen wird. Außerdem musste auch das überlastete Luftreinigungssystem umgebaut werden, um mit dem CO2-Filter der „Odyssey“ arbeiten zu können, der eigentlich mit dem der „Aquarius“ inkompatibel war (runde und eckige Filter). Hierzu musste aus an Bord vorhandenen Dingen, wie zum Beispiel Tüten, Klebeband, Flugplänen usw. ein Adapter gebaut werden. Das Bodenzentrum in Houston erarbeitete eine Prozedur, die an die Crew gefunkt wurde, die dann erfolgreich den Adapter nachbaute (Swigert: „Na toll, jetzt vertrau ich einer Spucktüte mein Leben an!“).

    Um die knappen Reserven der Landefähre nicht bis an die äußerste Grenze zu strapazieren und die Belastungen für die Besatzung zu mindern, wurde das Raumschiff zwei Stunden nach der Umrundung des Mondes durch eine knapp viereinhalbminütige Brennphase des LM-Landetriebwerks beschleunigt. Dadurch wurde die Gesamtflugdauer auf 142:40 Stunden verkürzt und gleichzeitig gewährleistet, dass die Kommandokapsel im Pazifik niedergehen konnte, wo die US Navy eine Bergungsflotte stationiert hatte.

    Das war die Praxis, die natürlich nicht vorhersehbar war.

    Findige Philatelisten hatten im Vorfeld der Mission entsprechende Briefe vorbereitet, die die für den 13.04.1970 geplante Landung der Mondlandefähre "Aquarius" auf dem Mond sowie den für den 14.04.1970 geplanten Start des oberen Teils der Mondlandefähre "Aquarius" vom Mond dokumentieren sollten.

    Ich freue mich, Euch hier Belege mit den Stempeldaten des Unglücks zeigen zu können, in dem die hier in den beiden Cachetstempeln gezeigte Mondlandfähre die Hauptrolle spielte, die schließlich dann doch zum glücklichen Ausgang der Mission den Hauptbeitrag leistete.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Rainer
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    • 24. Oktober 2008 um 21:54
    • #22

    einfach nur toll, wie Du dieses thema aufarbeitest, und ich bin kein Motivsammer!
    :goodpost: :goodjob: Ich freue mich auf jeden neuen Beitrag, viel Hindergrundinformation, schöne Belege (kommt auch einmal einer von ehemals meinen zu diesen Ehren? ;) ), weiter so und vielen Dank!

    Gruss an alle Freunde der Dauerserien und der Postgeschichte! :wow::zwinklach:

  • mx5schmidt
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    • 26. Oktober 2008 um 13:25
    • #23

    @ rainer:

    Vielen Dank an Dich für das dicke Lob.

    Von den Belegen, die ich von Dir erhalten habe, passen nur sehr wenige zum momentan gewählten Schwerpunkt APOLLO.

    Dir zu Ehren habe ich aber einen der "ehemals deinen" Belege für meinen heutigen Beitrag ausgewählt:

    V.I.P. Karte von Walter Cunningham, mit handschriftlichem Autogramm „Walt Cunningham“.

    Diese V.I.P Karte wurde hier als Stempel-Vorlage genommen für eine 6 cts Marke der Mission Apollo 8 mit Zusatzfrankatur und gestempelt am 20.02.1987 in Cape Canaveral.

    Ronnie Walter "Walt" Cunningham, geboren am 16.03.1932 startete am 11.10.1968 mit Apollo 7.

    Walt Cunningham war mit Apollo 7 für 10 Tage, 20 Stunden, 9 Minuten und 3 Sekunden im Weltraum.

    Als Crewmitglied war er offiziell als Pilot der Mondfähre (Lunar Module) eingeteilt.

    Das war ein mehr als ruhiger Job, denn Apollo 7 führte überhaupt keine Mondfähre mit sich!

    Lunar Module (LM) 1 flog mit Apollo 5 ins All, LM-3 dann mit Apollo 9. LM-2, die nicht ins All flog, kann heute im National Air and Space Museum in Washington besichtigt werden.

    Da man bei der Mission Apollo 7 auf die Mondfähre verzichtete und somit deutlich leichter war, konnte Apollo 7 mit einer Rakete des Typs Saturn IB, Nummer SA-205, gestartet werden, statt mit der deutlich größeren und leistungsstärkeren Saturn V.

    Apollo 7 war eine Erdumrundungsmission und schaffte 163 Orbits, bis sie am 22.10.1968 landete.

    Für die hier geplante Dokumentation des kompletten Apollo-Programms verbleiben somit noch: Apollo 1, 2, 3, 4, 5, 6, 9, 10, 17.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    PS:

    Sollte mir jemand solch eine V. I. P Karte von einem anderen Astronauten beschaffen können, bitte melden!

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (26. Oktober 2008 um 13:32)

  • wajdz
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    • 26. Oktober 2008 um 21:57
    • #24

    gestern aus der 50 c - kiste gefischt. Die fachlichen kommentare zu den beiden objekten ~apollo 10~ und ~apollo 17~ kommen bitte wieder vom
    themenstarter

    Mfg wajdz8

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    Briefmarken sammeln, welch vernünftige Leidenschaft

    Einmal editiert, zuletzt von wajdz (26. Oktober 2008 um 21:58)

  • mx5schmidt
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    • 26. Oktober 2008 um 22:05
    • #25

    Apollo 17 war der letzte Flug des Apollo-Programms und gleichzeitig der elfte bemannte Flug des Apollo-Programms und auch der bisher letzte bemannte Raumflug zum Mond.

    Die einzelnen Stufen der Saturn V Rakete AS-512 wurden zwischen Oktober 1970 und Juni 1972 in Cape Kennedy angeliefert.

    Das Apollo-Raumschiff CSM-114 erhielt den Namen America, die Mondlandefähre LM-12 den Namen Challenger (Herausforderer).

    Am 28.08.1972 konnte die Rakete zur Startrampe 39-A gerollt werden (Roll out).

    Diesen Anlass dokumentiert der heute gezeigte Beleg.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    PS:
    Hallo wajdz8: Glückwunsch zum erfolgreichen Fischen in der 50 c Kiste.
    Das ist mir gestern dort auch gleich massiv gelungen!
    Kommentar zu Apollo 10 folgt!

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  • mx5schmidt
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    • 26. Oktober 2008 um 22:16
    • #26

    Hallo wajdz8,

    Diesen Beleg hätte ich auch aus der 50 c Kiste entfernt!

    Hier meine Beschreibung, wie gewünscht:

    Das Ziel der Mission Apollo 10 war ein Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Mondumlaufbahn, in der Abstiegs-, Aufstiegs-, Rendesvouz- und Andockmanöver geprobt wurde.
    Nach Erreichen der Mondumlaufbahn wurden alle Manöver durchgeführt, wie sie für die reale Landung von Apollo 11 geplant waren.

    In ca. 110 km Höhe über der Mondoberfläche wurde das Raumschiff (CSM) von der Mondlandefähre (LEM) getrennt.

    Es begann der Abstieg des LEM, das der Oberfläche bis auf ca. 14 km nahe kam.

    Das war die geringste Höhe, bei der noch ein direkter Aufstieg möglich war.

    In 15 km Höhe sollte die Abstiegsstufe abgesprengt werden, um den Wiederaufstieg einzuleiten.

    Dies gelang erst nach wiederholter Auslösung.

    Direkt danach versagte die Computersteuerung des Lageregulierungssystems, und das Modul fing an zu trudeln.

    Ein erforderlicher Schaltvorgang war in der Checkliste nicht verzeichnet und wurde deshalb auch nicht ausgeführt.

    So lieferten zwei getrennte Programme sich widersprechende Befehle an die Steuerdüsen.

    Stafford musste die Computersteuerung abschalten und die korrekte Lage über die manuelle Steuerung wiederherstellen.

    Auch das Kommando zum Zünden des Haupttriebwerks im Aufstiegsmodul gelang nicht auf Anhieb.

    Immerhin schaffte Apollo 10 insgesamt 31 Mondumkreisungen.

    Die hier gezeigte Karte dokumentiert die erste dieser Mondumkreisungen am 21.05.1969.

    Für die hier geplante Dokumentation des kompletten Apollo-Programms verbleiben somit noch: Apollo 1, 2, 3, 4, 5, 6, 9.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (27. Oktober 2008 um 22:24)

  • mx5schmidt
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    • 27. Oktober 2008 um 22:23
    • #27

    Machen wir heute weiter mit einem Beleg zu Apollo 9:

    Apollo 9 hatte zum Ziel, einen Testflug der Mondlandefähre unter realen Bedingungen in der Erdumlaufbahn durchzuführen, wobei das Rendezvous- und Andockmanöver geprobt wurde.

    Apollo 9 war ein voller Erfolg. Mit der Mondfähre und dem Apollo-Raumanzug waren nun auch die letzten Ausrüstungsgegenstände im All getestet, die für eine Mondlandung notwendig waren.

    Der gezeigte Brief dokumentiert Bergung durch USS Guadalcanal nach der Wasserlandung von Apollo 9. Diese Wasserlandung war deshalb bedeutungsvoll, weil die Landekapsel gleich mit der Spitze nach oben trieb und sich nicht, wie Apollo 7 und 8 zuvor, erst aufrichten musste.

    Die USS Guadalcanal war das dritte Schiff der IWO JIMA – Klasse.

    Es handelt sich um das Schiff mit der Kennzeichnung LPH-7, ein „amphibious assault ship (helicopter)“, also ein Flugzeugträger für Hubschrauber.

    Die USS Guadalcanal gehörte zur Atlantikflotte.

    Höhepunkte ihrer raumfahrtbezogenen Karriere waren der 21.07.1966 als sie die Astronauten der Mission Gemini X aufnahm, nachdem deren Raumfahrzeug im Atlantic östlich von Cape Kennedy gelandet waren, und der 13.03.1969 als sie Apollo 9 vor den Bahamas auffischte.

    Für die hier geplante Dokumentation des kompletten Apollo-Programms verbleiben somit noch:

    Apollo 6, 5, 4, 3, 2, 1.

    Der Countdown läuft!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (27. Oktober 2008 um 22:25)

  • mx5schmidt
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    • 28. Oktober 2008 um 22:19
    • #28

    Weiter geht es in unserem Apollo-Countdown, heute ist Apollo 6 dran:

    Apollo 6 (AS-502) war ein nur zum Teil erfolgreicher unbemannter Flug in die Erdumlaufbahn zum Test der drei Raketenstufen der Saturn-V-Trägerrakete.

    Apollo 6 war der letzte unbemannte Testflug einer Saturn-Rakete im Rahmen des Apollo-Programms.

    Zum zweiten Mal wurde die dreistufige Saturn V eingesetzt, die als Nutzlast nun sowohl die Kommandokapsel, als auch eine Mondlandefähre sowie Kameras mit sich führte – die gleiche Konfiguration, wie sie auch für den Flug zum Mond vorgesehen war.

    Die Nutzlast betrug 36.806 kg.

    Der Start erfolgte am 4. April 1968 um 12:00 Uhr UTC vom Kennedy Space Center in Florida.

    Er verlief jedoch nicht reibungslos.

    Heftige Vibrationen belasteten die Konstruktion, während die erste Stufe brannte.

    Nach der Trennung traten dann Probleme mit der zweiten Stufe auf.

    Zwei der Triebwerke schalteten zu früh ab, worauf die Brenndauer der restlichen Triebwerke um 58 Sekunden verlängert werden musste.

    Ursache für die Probleme mit den Triebwerken waren zu hohe Schwingungen, die beim Flug der Rakete auftraten.

    Dadurch rissen einzelne Treibstoffleitungen ab.

    Bei dem zweiten Triebwerk der zweiten Raketenstufe waren außerdem die Stromleitungen falsch verkabelt.

    Auch die dritte Stufe musste deshalb länger brennen.

    Anstatt in einer kreisförmigen Umlaufbahn von 160 km Höhe über der Erdoberfläche war Apollo 6 nun in einem elliptischen Orbit mit 167 km Perigäum und 367 km Apogäum.

    Nach zwei Erdumkreisungen sollte die dritte Stufe ein zweites Mal gezündet werden, um den Einschuss in eine Bahn zum Mond zu simulieren, was aber nicht gelang.

    Hier musste das Haupttriebwerk des Apollo-Raumschiffs kompensieren, um die geplante Höhe von 22.000 km zu erreichen.

    Durch die längere Brenndauer des Triebwerks des Service-Modules musste der Test des Hitzeschildes ausfallen.

    Die Kapsel konnte wegen Treibstoffmangels nicht auf die erforderliche Geschwindigkeit gebracht werden.

    Die Kapsel wasserte am gleichen Tag in etwa 80 km Entfernung zum Bergungsschiff USS Okinawa im Pazifik und wurde schließlich von ihr geborgen.

    Der gezeigte Brief trägt einen Tagesstempel vom 04.04.1968 und dokumentiert so den Missionstag von Apollo 6.

    Der Cachetstempel zeigt die eingesetzte Saturn-V Rakete und dokumentiert damit den Start dieser Mission.

    Für die hier geplante Dokumentation des kompletten Apollo-Programms verbleiben somit noch:

    Apollo 5, 4, 3, 2, 1.

    Der Countdown läuft weiter!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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  • concordus
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    • 30. Oktober 2008 um 10:24
    • #29

    :bier: Hi mx5schmidt

    Hammermässig :P Deine Postings.

    Interessanter als jede :jaok: Tageszeitung. Ich geniesse es jedes Mal im Aufwachmodus :ups: mit dem Kaffeebecher in der Hand, Deine coolen Zeilen zu lesen.

    Habe wirklich vieles über das Apollo Programm erfahren, dass ich gar nicht so genau wusste.

    Übrigens war in Sindelfingen eine hoch 8) interessante Weltraumbeleg Sammlung ausgestellt. Habe den philatelistischen Rückblick in die goldigen Zeiten sehr genossen, wo :) Mut, Power und Herausforderungen noch Hochkonjunktur hatten.

    Da Du ein Weltraumphilatelie Profi bist, eine kleine Anfrage.

    Ich jage schon lange erfolglos hinter einem handsignierten Dokument der
      Astronautin, Testpilotin und Space Shuttle Commandant
    Eileen Marie Collins nach.

    Könntest Du mal Deine Fühler für mich ausfahren?

    Mit Right Stuff Grüssen aus der Schweiz :concorde:

    [Blockierte Grafik: http://concorde.philadb.com/concordebanner.jpg]

    Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zu kämpfen.

  • mx5schmidt
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    • 30. Oktober 2008 um 12:08
    • #30

    Hallo concordus

    Schau mal unter ebay uk:

    370097664210

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

  • mx5schmidt
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    • 30. Oktober 2008 um 21:28
    • #31

    Die Apollo 5 Mission war ein unbemannter Testflug.

    Die interne Projektbezeichnung war AS-204.

    Das Hauptziel bestand darin, die Mondlandefähre unter Weltraumbedingungen zu testen, insbesondere die Start- und Landesysteme.

    Das Landesystem war der erste Raketenantrieb im All, dessen Geschwindigkeit gesteuert werden konnte.

    Die Startrakete für Apollo 5 war die Saturn IB, eine kleinere Rakete als die Saturn V, aber ausreichend, um ein Apollo-Raumschiff in den Erdumlauf zu bringen.

    Die Saturn IB AS-204, die bei Apollo 5 benutzt wurde war dieselbe, die auch beim Bodentest der Apollo 1 verwendet wurde, als drei Astronauten ums Leben kamen.

    Die Rakete blieb beim damaligen Brand der Apollo 1 unbeschädigt und konnte für Apollo 5 erneut verwendet werden.

    Es handelt sich hier somit wohl um einen einmaligen Fall von "Raketen-Recycling".

    Die Rakete blieb beim Feuer an Startrampe 34 unbeschädigt und wurde für den Apollo 5 Start an Startrampe 37B neu aufgebaut.

    Der Start von Apollo 5 erfolgte am 22. Januar 1968, wie mit diesem Brief mit Tagesstempel vom Kennedy Space Center dokumentiert.

    In einer nahen Erdumlaufbahn wurde die Mondlandefähre von der Rakete getrennt.

    Als die Triebwerke gezündet wurden, brannten diese anstatt der geplanten 39 Sekunden nur vier Sekunden und wurden dann vom Bordcomputer vorzeitig abgeschaltet.

    Weitere Triebwerktests verliefen jedoch erfolgreich.

    Nach Abschluss der Mission verblieb die Mondfähre im Erdorbit.

    Die Abstiegs- und die Aufstiegsstufe verglühten einige Wochen später unabhängig voneinander in der Atmosphäre.

    Der Cachetstempel dokumentiert die Mondlandefähre (LEM = Lunar Excursion Module) von AS 204.

    Der Countdown läuft weiter!

    Apollo 4, 3, 2, 1.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 30. Oktober 2008 um 22:38
    • #32

    @ concordus

    Um Deinen Aufwachmodus heute mal so richtig zu befriedigen kommt hier gleich noch ein Beitrag zu Apollo 4:

    Apollo 4 setzte in mehrfacher Hinsicht einen Meilenstein in der Geschichte der Mondflüge.

    Bei einem Scheitern wäre das Mondprogramm der USA mit großer Wahrscheinlichkeit eingestellt worden.

    Ein Erfolg würde den Weg zum Mond weisen.

    Zum ersten Mal wollte die NASA mit APOLLO 4 die neue dreistufige Trägerrakete SATURN V einsetzen und zum ersten Mal würde ein Start vom "Launch Complex 39-A, Eastern Test Range, Cape Canaveral" aus erfolgen.

    Die Missionsbezeichnung war AS 501.

    Sämtliche Missionen mit der Saturn V Rakete wurden als AS 501ff. bezeichnet, die mit der Saturn 1B Rakete als AS 201ff.

    Die Startvorbereitungen wurden akribisch genau und präzise ausgeführt, denn es durfte keine Pannen geben.

    Am 9. November 1967 war es schließlich soweit.

    Um 7:00:01 EST morgens zündeten die Triebwerke der 1. Stufe der SATURN V und hoben das 2700 t schwere Gefährt empor.

    Die erste Phase des Fluges verlief planmäßig, die Zündung der 2. Stufe und 3. Stufe waren ebenfalls erfolgreich und transportierten APOLLO 4 auf eine Parkbahn in 185 km Höhe über der Erde.

    Nach zwei Erdumkreisungen wurde dann die 3. Stufe (sie war mit der 2. Stufe der SATURN 1 B identisch) erneut gezündet und das Raumschiff auf 17000 km Flughöhe geschossen, wo sie abgestoßen wurde, wieder zur Erde zurückfiel und in der Atmosphäre verglühte.

    Nun aktivierte man per Funk das Triebwerk des Service Modules, es beförderte Apollo 4 auf eine Flughöhe von nunmehr 18079 km und diente als erster Test für den Einschuß in die Mondübergangsbahn.

    Neben diesen Flugmanövern diente Apollo 4 den schon mit AS-202 und AS-204 begonnenen Tests der Struktur und Dynamik von Command Module und Service Module in unterschiedlichen Flugsituationen, der Funktionaliät der elektrischen Systeme und Untersuchungen der Stabilität des Hitzeschildes beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre.

    Insgesamt 2862 Tests waren in der kurzen Flugzeit absolviert worden und gaben Aufschluß über den Stand der technischen Einrichtungen im Trägersystem und dem APOLLO-Raumschiff.

    Die Landung der APOLLO-Kapsel erfolgte am 9. November 1967 um 15.37 Uhr EST im Pazifik, wo sie 16 km von der U.S.S. Bennington entfernt an drei Fallschirmen niederging.

    Die Mission APOLLO 4 war erfolgreich und von so wenig Störungen gekennzeichnet, daß man daran gehen konnte, neue Flugpäne aufzustellen.

    NASA-Pressesprecher Phillips ließ sich ob dieser Tatsachen sogar dazu hinreißen zu verkünden: "APOLLO is on the way to the moon".

    Der Countdown läuft weiter!

    Apollo 3, 2, 1.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 1. November 2008 um 08:45
    • #33

    Der Countdown geht heute weiter mit den Missionen Apollo 1, Apollo 2 und Apollo 3.

    Will man dieses Thema philatelistisch so knapp und prägnant wie nur möglich abhandeln, dann zeigt man einfach diese rumänische Marke, denn alle drei uns in unserer Dokumentation noch fehlenden Apollo-Missionen Apollo 1 bis 3 „stehen drauf“!

    Dieses wäre aber ein gravierender thematischer Fehler!

    Frage: Welcher thematische Fehler liegt hier vor?

    Eure Meinungen sind willkommen, wie wir in diesem Thread weitermachen:

    1. Weiterhin auf Apollo konzentrieren?
    2. Auf einen anderen Raumfahrt-Schwerpunkt gehen?
    3. Beliebige Raumfahrtthemen vorstellen?

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 1. November 2008 um 13:01
    • #34

    Apollo 1 war als der erste bemannte Flug eines Apollo-Raumschiffes geplant.

    Ursprünglich wurde die Mission mit der Seriennummer der Saturn 1B-Rakete AS-204 bezeichnet, nach dem Unfall wurde sie jedoch offiziell Apollo 1 genannt.


    Die Astronauten

    Für die Mission wählte man als Kommandanten Virgil Grissom.

    Er sollte zusammen mit Edward White und Roger Chaffee fliegen.

    Virgil I. Grissom, meist Gus genannt, war, wie die meisten damaligen Astronauten, bevor er zur NASA ging, Testpilot gewesen.

    Er gehörte zur ersten Astronautengruppe der NASA, den Mercury 7.

    Sein erster Raumflug war Mercury-Redstone 4, ein suborbitaler Flug.

    Damit wurde er der zweite Amerikaner im Weltall.

    Er war Kommandant von Gemini 3, der ersten bemannten Gemini-Mission, die er gemeinsam mit dem Piloten John Young durchführte, und war so der erste Mensch, der zweimal ins All flog.

    Edward H. White gehörte zur zweiten Astronautengruppe.

    Seine erste Mission war Gemini 4.

    Während Kommandant James McDivitt in der Raumkapsel blieb, führte Edward White einen Außenbordeinsatz durch.

    Er war also der erste amerikanische "Weltraumspaziergänger".

    Roger B. Chaffee wurde in die dritte Astronautengruppe der NASA aufgenommen.

    Apollo 1 sollte sein erster Raumflug werden.


    Der Plugs-Out Test

    Am 27. Januar 1967 sollten die Astronauten auf der Startrampe den sogenannten Plugs-Out Integrated Test durchführen.

    Bei diesem Test werden alle Verbindungen zwischen Raumschiff und Startrampe getrennt, um den Start der Rakete zum Mond zu simulieren.

    Dazu klettern die Astronauten in ihren Druckanzügen in ihr Raumschiff und gehen die notwendigen Prozeduren durch.

    Die Brennstoffzellen werden jedoch nicht in Betrieb genommen, da das Raumschiff noch nicht betankt ist.

    Stattdessen wird das Raumschiff mit Strom von außen versorgt.

    Bis Apollo 1 hielt man diesen Test nicht für kritisch.

    Das Apollo-Raumschiff, das für Apollo 1 geplant war, hatte die Nummer 012.

    Beim Test dieses Raumschiffs sollte besonders darauf geachtet werden, dass keine Störungen zum Zeitpunkt der Trennung auftreten.

    Außerdem war am Ende des Tests noch eine Probe der Notausstiegsverfahren geplant.

    Der Test begann um 7:55 Uhr Ortszeit auf der Startrampe 34 in Cape Canaveral, Florida, als die Energieversorgung des Raumschiffs aufgebaut wurde.

    Um 13:00 betraten die Astronauten die Raumkapsel. Gus Grissom, der Kommandant, bemerkte einen seltsamen Geruch.

    Dieser hatte jedoch kaum mit dem späteren Feuer zu tun.

    Der Countdown wurde zwar angehalten, aber um 14:42 Uhr mit dem Schließen der Luke fortgesetzt.

    Von da an traten immer wieder Kommunikationsprobleme auf.

    Man versuchte, diese zu beheben, es gelang jedoch nicht ganz.

    Um 18:20 hielt man den Countdown noch einmal an, um eine Lösung zu finden.

    Zu diesem Zeitpunkt war der Countdown T-10 Minuten, also zehn Minuten vor dem simulierten Raketenstart.


    Feueralarm und Löschversuche

    Um 18:31:04 Uhr Ortszeit berichtete einer der Astronauten, vermutlich Roger Chaffee, von einem Feuer in der Raumkapsel.

    Die Astronauten konnten die Luke jedoch nicht öffnen.

    Das Personal an der Startrampe eilte zum White Room, über den die Astronauten in das Raumschiff ein- und aussteigen.

    Um 18:31:19 Uhr brach die Raumkapsel auseinander, drei Sekunden später endeten alle Datenübertragungen des Raumschiffs.

    Feuer wurde auch von außen sichtbar.

    Auf der Startrampe versuchte man nun, das Feuer mit Feuerlöschern zu bekämpfen.

    Eineinhalb Minuten nachdem die Crew das Feuer bemerkt hatte, starteten die ersten Versuche, die Luke von außen zu öffnen.

    Jedoch hielten das Feuer und der starke Rauch das Personal auf der Startrampe davon ab.

    Einige Mitarbeiter konnten Gasmasken auftreiben, gegen den dichten Rauch halfen jedoch selbst diese kaum.

    Um 18:36 Uhr konnten schließlich die Luken geöffnet werden.

    Zu diesem Zeitpunkt waren die Astronauten bereits mehrere Minuten tot.

    Ungefähr um 18:40 Uhr erreichte die Feuerwehr die Startrampe.

    Zur gleichen Zeit versuchte man, Edward White aus der Kapsel zu bergen.

    Es stellte sich heraus, dass die Anzüge der Astronauten mit den Sitzen verschmolzen waren.

    Dadurch wurde es extrem schwierig, die toten Astronauten von ihren Sitzen zu trennen und aus dem Raumschiff zu bringen.

    Das verbrannte Raumschiff wurde fotografiert und siebeneinhalb Stunden nach dem Feuer konnten die Leichen geborgen werden.


    Ursache und Verbesserungen

    Nach dem Feuer wurde die Kapsel zunächst auf der Startrampe untersucht, dann wurde sie von der Rakete gehoben und ins Pyrotechnikinstallationsgebäude gebracht, weil man sie dort besser untersuchen konnte.

    Die Ursache für das Feuer war vermutlich ein beschädigtes Kabel, welches genau, konnte man jedoch nicht mehr feststellen.

    Der Brand war in der linken Ausrüstungsbucht ausgebrochen, links von Kommandant Gus Grissom.

    Es wurden viele Mängel an dem Raumschiff festgestellt, die Untersuchung führte letztlich zu etlichen Verbesserungen.

    Die Astronauten hatten zum Beispiel die Luke nicht öffnen können.

    Damals bestand die Luke aus mehreren Teilen, einer inneren, einer äußeren und einer dritten, die nach dem Start gleichzeitig mit dem Rettungsturm abgetrennt wurde.

    Die innere Luke ließ sich jedoch nur nach innen öffnen.

    Gleichzeitig bestand die Atmosphäre im Raumschiff aus reinem Sauerstoff.

    Dadurch verbreitete sich das Feuer rascher als in der normalen Erdatmosphäre.

    Damit genügend Sauerstoff zum Atmen für die Crew vorhanden war, pumpte das Lebenserhaltungssystem mehr Sauerstoff in die Kapsel.

    Der Druck im Raumschiff stieg rasch an.

    Die Luke ließ sich gegen den Druck im Inneren der Kapsel jedoch nicht mehr öffnen.

    Um einen weiteren ähnlichen Vorfall zu vermeiden, wurde die reine Sauerstoffatmosphäre in zukünftigen Apollo-Raumschiffen auf der Startrampe und während dem Start durch ein Gemisch aus Sauerstoff und Stickstoff ersetzt.

    Im All wurde der Stickstoff jedoch wieder gegen Sauerstoff ausgetauscht.

    Die Luke wurde ebenfalls überarbeitet, sodass sie sich schneller und auch bei höherem Innendruck öffnen ließ.

    Des weiteren stellte man fest, dass die bis dahin verwendeten Raumanzüge aus Nylon nicht feuerfest und daher ungeeignet waren.

    Auch sie wurden komplett überarbeitet.

    Auch die elektrischen Systeme wurden verbessert.

    Viele Tests, die vorher als ungefährlich galten, wurden nun als kritisch angesehen.

    Auf der Startrampe musste während dieser Übungen die Feuerwehr bereit stehen.

    Beim zum Thema gezeigten Beleg handelt es sich um eine Ganzsache mit Zudruck.

    Der Tagesstempel der Patrick Air Force Base ist vom 28. Januar 1967, also vom dem Unglück folgenden Tag.

    Da sieht man wieder einmal, wie kurzfristig Tagesereignisse philatelistisch dokumentiert werden können.

    Die Fotos zeigen die drei Astronauten sowie einen Blick auf das Innere der Raumkapsel nach dem Brand.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    Einmal editiert, zuletzt von mx5schmidt (1. November 2008 um 13:03)

  • tigo
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    • 1. November 2008 um 13:22
    • #35

    Hallo mx5schmidt !

    es ist zwar garnicht mein Gebiet , aber ich lese diesen thread sehr gerne.
    Ich hab auch was zum gucken mitgebracht. ;)

    Einmal Armstrong Apollo 11 mission auf QUATAR Marke.
    Dann einen russischen Block mit APOLLO Beschriftung (?) und
    einen tschechischen Block der Sojus Mission.

    beste Grüsse, tigo

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    GRAMMATIK GELERNT BEI YODA ICH HABE ! [Blockierte Grafik: http://www.phemily.de/yoda.jpg]

    Einmal editiert, zuletzt von tigo (1. November 2008 um 13:31)

  • mx5schmidt
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    • 1. November 2008 um 13:24
    • #36

    Eine Mission Apollo 2 hat es offiziell nie gegeben!

    Inoffiziell wird der folgende Flug so bezeichnet:

    AS-203 war der zweite, unbemannte Testflug des Apollo-Programms der NASA.

    Dieser Flug diente vor allem zum Test der zweistufigen Saturn IB-Rakete und deren neuer Instrumenteneinheit.

    Anstelle eines Apollo-Raumschiffs war nur eine Attrappe an der Spitze der Rakete montiert.

    Im Gegensatz zum vorherigen Testflug AS-201 war ein Erreichen der Erdumlaufbahn geplant.

    Das Interesse der Flugleitung galt vor allem der zweiten Stufe S-IVB nach Erreichen des Orbits.

    Für eine Mondlandung war eine Wiederzündung einer solchen Stufe (dann allerdings als dritte Stufe einer Saturn V) geplant, so dass es wichtig war, das Verhalten des flüssigen Treibstoffs in der Schwerelosigkeit zu kennen.

    Hierfür wurden 83 Sensoren und zwei Fernsehkameras in den Tank der zweiten Stufe eingebaut.

    Die einzelnen Teile der Rakete trafen auf dem Seeweg am Cape Canaveral ein:

    die zweite Stufe am 6. April 1966, die erste Stufe am 12. April und die Instrumenteneinheit am 14. April.

    Bereits am 21. April war die Rakete fertig auf der Startrampe 37-B montiert.

    Zur selben Zeit stand die Rakete AS-202 auf der Startrampe 34.

    Die Lieferung des dafür vorgesehenen Apollo-Raumschiffs hatte sich verzögert.

    Da AS-203 ohne Raumschiff starten sollte, wurde im Frühling 1966 entschieden, die Reihenfolge umzudrehen und AS-203 vor AS-202 zu starten.

    Außer diesen beiden Saturn-I-B-Raketen stand noch ein nicht flugfähiges Test-Exemplar der Saturn V auf der Startrampe 39-A.

    Der Countdown musste mehrere Male unterbrochen werden.

    Unter anderem war eine der beiden Kameras im Tank ausgefallen.

    Da sie nicht mit vertretbarem Aufwand repariert oder ersetzt werden konnte, wurde der Flug mit einer einzigen Kamera durchgeführt.

    Der Start erfolgte problemlos.

    Die erste Stufe brannte 2 Minuten und 20 Sekunden, die zweite Stufe 4 Minuten und 50 Sekunden, dann waren die zweite Stufe und die Instrumenteneinheit in der Erdumlaufbahn.

    Die Rakete verhielt sich wie geplant, das Triebwerk konnte wie vorgesehen wieder gezündet werden.

    Nach vier Erdumkreisungen wurde die Druckfestigkeit der zweiten Stufe getestet, indem sie solange unter Druck gesetzt wurde, bis sie platzte.

    Ein Wiedereintritt oder gar eine Bergung war für diesen Flug nicht vorgesehen.

    Alle Ziele der Mission wurden erreicht, die S-IVB-Stufe hatte sich als fähig erwiesen, in der Erdumlaufbahn wiedergezündet zu werden und konnte so ein Apollo-Raumschiff zum Mond befördern.

    Ein weiterer Apollo-Testflug, allerdings suborbital, sollte mit einem flugfähigen Exemplar des Apollo-Raumschiffs durchgeführt werden.

    Für den vierten Flug der Saturn-I-B war dann unter der Bezeichnung AS-204 bereits eine bemannte Mission geplant.

    Da bei einem Bodentest das Raumschiff in Brand geriet und drei Astronauten ums Leben kamen (Apollo 1), wurde das Apollo-Programm jedoch erheblich verzögert.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    PS:

    Dieses ist bisher mein einziger Beleg zu dieser Mission AS-203!
    Solltet Ihr einen weiteren sichten bitte ich um Info!!!

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  • mx5schmidt
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    • 1. November 2008 um 13:42
    • #37

    @ tigo
    Vielen Dank für die gezeigten Marken, ich komme darauf gerne zurück!

    Zunächst möchte ich mit diesem Beitrag aber den ersten Durchlauf meiner philatelistischen Dokumentation zu Apollo 1 - 17 abschliessen.

    Apollo 3

    Auch Apollo 3 hat es als Missionsbezeichnung offiziell nie gegeben:

    Die Nummerierung des Apollo-Programms

    Im Vorgänger-Programm Gemini waren sämtliche Starts, ob unbemannt oder bemannt, gemeinsam durchnummeriert worden:

    nach zwei unbemannten Starts erfolgte der erste bemannte Flug als Gemini 3, mit Grissom als Kommandant des Jungfernflugs.

    Für das Apollo-Programm wurde kein Nummerierungsschema festgelegt.

    Einerseits hatten sowohl Raumschiffe als auch Raketen Seriennummern, andererseits wurden intern meist die Raketen-Seriennummern (wie hier AS-202) als Projektbezeichnung verwendet.

    Grissom, White und Chaffee reichten ein Missionsabzeichen ein, das die Bezeichnung „Apollo 1“ trug, wobei sie befürworteten, dass nur die bemannten Apollo-Missionen nummeriert werden sollten.

    Im Juni 1966 wurde das Abzeichen genehmigt, wobei das noch nichts darüber aussagte, unter welcher Nummer der Flug dann schließlich starten würde.

    Nach dem Unfall baten die drei Witwen darum, die Bezeichnung „Apollo 1“ im Andenken an die Toten keinem anderen Flug zu verleihen.

    Die NASA-Manager James E. Webb, Robert Seamans und George Mueller stimmten dem zu.

    Der Vorschlag von Apollo-Manager George Low Mueller aus dem März 1967, die bisherigen drei unbemannten Testflüge rückwirkend in „Apollo 1A“, „Apollo 2“ und „Apollo 3“ umzubenennen, wurde nicht umgesetzt; es blieb bei den Bezeichnungen AS-201 (Februar 1966), AS-203 (Juli 1966) und AS-202 (August 1966).

    Im April 1967 gab Julian Scheer, Sprecher der NASA-Öffentlichkeitsarbeit, bekannt, dass der erste, unbemannte Flug der Saturn V die Bezeichnung Apollo 4 tragen werde.

    Beginnend mit diesem Flug wurden dann wie im Gemini-Programm unbemannte und bemannte Missionen gemeinsam durchnummeriert.

    Der erste bemannte Start fand im Oktober 1968 mit Apollo 7 statt, wobei die Reservemannschaft von Apollo 1, Schirra, Eisele und Cunningham, zum Einsatz kam.

    Hier ein Beleg mit Stempeldatum 25. August 1966 vom Schiff USS Robert A. Owens, einem Zerstörer (DD steht für Destroyer) der Atlantikflotte.

    Der Cachetstempel ordnet den Flug AS-202 dem Apollo-Programm zu!

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

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    • 1. November 2008 um 13:57
    • #38

    Hallo tigo,

    Zu Deiner gezeigten Marke vom ersten Menschen auf dem Mond habe ich folgende Biographie, herausgegeben von der NASA, anzubieten.

    @ alle

    Ich hoffe, Ihr kommt mit der englischen Sprache soweit klar.

    Spannende Frage am Rande: wofür steht das A. des in den USA so üblichen zweiten Vornamens von Herrn Armstrong?

    Neil A. Armstrong was born on August 5, 1930 on his grandparents' farm near Wapakoneta, Ohio, to Stephen and Viola Armstrong.

    Because Armstrong's father was an auditor for the State of Ohio, Armstrong grew up in several communities, including Warren, Jefferson, Ravenna, St. Mary's, and Upper Sandusky, before the family settled in Wapakoneta.

    Armstrong developed an interest in flying at age two when his father took him to the National Air Races in Cleveland, Ohio.

    His interest intensified when he went for his first airplane ride in a Ford Tri-Motor, a "Tin Goose," in Warren, Ohio, at age six.

    From that time on, he claimed an intense fascination with aviation.

    At age fifteen, Armstrong began taking flying lessons at an airport north of Wapakoneta, working at various jobs in town and at the airport to earn the money for lessons in an Aeronca Champion airplane.

    By age sixteen, he had his student pilot's license, before he even passed his automobile driver's test and received that license and before he graduated from Blume High School in Wapakoneta in 1947.

    Immediately after high school Armstrong received a scholarship from the U.S. Navy.

    He enrolled at Purdue University and began his studies of aeronautical engineering.

    In 1949, the Navy called him to active duty, where he became an aviator.

    In 1950 Armstrong was sent to Korea where he flew 78 combat missions from the aircraft carrier U.S.S. Essex.

    After mustering out of the Navy in 1952, Armstrong joined the National Advisory Committee for Aeronautics (NACA).

    His first assignment was at the NACA's Lewis Reserch Center, near Cleveland, Ohio in the Lewis Flight Propulsion Laboratory in 1955.

    For the next seventeen years, he was an engineer, test pilot, astronaut, and administrator for the NACA and its successor agency, the National Aeronautics and Space Administration (NASA).

    In the mid-1950s Armstrong transferred to NASA's Flight Research Center in Edwards, California, where he became a research pilot NACA's High-Speed Flight Station (today, NASA's Dryden Flight Research Center) at Edwards Air Force Base in California.

    Armstrong worked as an aeronautical research scientist and then as a pilot on many pioneering high-speed aircraft, including the well-known, 4,000-mph X-15.

    He flew more than 200 different models of aircraft, including jets, rockets, helicopters, and gliders.

    While at the station he also pursued graduate studies, earning a masters degree in aerospace engineering from the University of Southern California.

    Armstrong transferred to astronaut status in 1962, one of nine in the second class to be chosen NASA astronauts.

    He moved to El Lago, Texas, near Houston's Manned Spacecraft Center, to begin his astronaut training.

    There he underwent four years of intensive training for the Apollo program, which was created to land an American on the Moon before the end of the decade.

    On March 16, 1966, Armstrong flew his first space mission as command pilot of Gemini 8 with David Scott. During that mission Armstrong piloted the Gemini 8 spacecraft to a successful docking with an Agena target spacecraft already in orbit.

    While the docking went smoothly and the two craft orbited together, they began to pitch and roll wildly.

    Armstrong was able to undock the Gemini and used the retro rockets to regain control of his craft, but the astronauts had to make an emergency landing in the Pacific Ocean.

    As spacecraft commander for Apollo 11, the first piloted lunar landing mission, Armstrong gained the distinction of being the first person to step on the surface of the Moon.

    On July 16, 1969, Armstrong, Michael Collins, and Edwin E. "Buzz" Aldrin began their trip to the Moon.

    Collins was the Command Module pilot and navigator for the mission.

    Aldrin, a systems expert, was the Lunar Module pilot and became the second person to walk on the Moon.

    As commander of Apollo 11, Armstrong piloted the Lunar Module to a safe landing on the Moon's surface.

    On July 20, 1969, at 10:56 p.m. EDT, Neil Armstrong stepped down onto the Moon and made his famous statement, "That's one small step for a man, one giant leap for mankind."

    Armstrong and Aldrin spent about two and one-half hours walking on the Moon collecting samples, doing experiments, and taking photographs.

    On July 24, 1969, the three men splashed down in the Pacific Ocean.

    They were picked up by the aircraft carrier, U.S.S. Hornet.

    The three Apollo 11 astronauts were honored with a ticker tape parade in New York City soon after returning to Earth.

    Armstrong received the Medal of Freedom, the highest award offered to a U.S. civilian.

    Armstrong's other awards coming in the wake of the Apollo 11 mission included the NASA Distinguished Service Medal, the NASA Exceptional Service Medal, seventeen medals from other countries, and the Congressional Space Medal of Honor.

    Armstrong subsequently held the position of Deputy Associate Administrator for Aeronautics, NASA Headquarters, Washington, D.C., in the early 1970s.

    In that position, he was responsible for the coordination and management of overall NASA research and technology work related to aeronautics.

    After resigning from NASA in 1971, he became a professor of Aerospace Engineering at the University of Cincinnati from 1971 to 1979.

    During the years 1982-1992, Armstrong served as chairman of Computing Technologies for Aviation, Inc., in Charlottesville, Virginia.

    He then became chairman of the board of AIL Systems, Inc., an electronics systems company in Deer Park, New York.

    Armstrong lives on his farm in Lebanon, Ohio.

    Seine Zeit als Testpilot für Hochgeschwindigkeitsflüge mit der X-15 kann ich philatelistisch belegen mit einem Brief, gestempelt am 17. Januar 1962 auf der Edwards Air Force Base.

    Liebe Grüße

    mx5schmidt

    PS:

    Das A. steht für Alden!

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  • mx5schmidt
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    • 1. November 2008 um 14:29
    • #39

    @ tigo

    Der von Dir gezeigte Block aus der Sowjetunion ist Block Nr. 105 und erschien am 15.07.1975 zum Thema amerikanisch-sowjetisches Raumfahrtunternehmen Apollo - Sojus.

    Dargestellt ist auf der Marke die sowjetische Raumfahrt-Leitzentrale in Kaliningrad bei Moskau. Auf dem Blockrand sind die Sojus-Kosmonauten Aleksej Leonow und Walerij Kubassow sowie die Apollo-Astronauten Thomas Stafford, Vance Brand und Donald Stayton.

    Zusammen mit diesem Block erschien ein Satz mit 4 Marken, wobei die erste Marke die genannten Personen "auf Briefmarke" darstellt.

    Ich kann mit dieser Marke einen Beleg mit sowjetischem Sonderstempel zur Weraba 76 in Zürich zeigen.

    Dieser Beleg wurde von Walerij Kubassow handsigniert.

    Liebe Grüsse

    mx5schmidt

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    • 1. November 2008 um 22:04
    • #40

    Hallo Ihr lieben Motivsammler,

    ich habe heute beim aufräumen zwei Taschenbücher gefunden, die dem Motivsammler sicherlich
    Zusatzinformationen liefern können.

    Buch 1: Mit Apollo zum Mond von 1969 - 127 Seiten

    Buch 2: Der Mensch im Weltall von 1963 - 283 Seiten

    Inhaltverzeichnisse können angefordert werden. Ich gebe die Bücher gegen Erstattung
    der Portokosten ab.

    Beste Grüße

    Penny

    Bitte nicht mehr melden, die Bücher sind weg.

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