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  4. Lexikon / Philatelie Geschichte

Zustellung in Augsburg

  • bayern klassisch
  • 1. August 2008 um 13:14
  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. August 2008 um 13:14
    • #1

    Die Geschichte der Werbeindustrie wäre um ein entscheidendes Kapitel ärmer, hätte es nicht diesen Brief gegeben, bei dessen Anschrift ein Slogan Pate gestanden haben musste.

    Immerhin hat es die Augsburger Post geschafft, ihn korrekt zuzustellen.

    Ein Lob dorthin, wenn auch etws verspätet. Ob es dergleichen heute noch gibt?

    Beste Grüsse von bayern klassisch

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    • 1. August 2008 um 14:23
    • #2

    Lieber BK

    Wohl würde heute ein solch adressieter Brief weggeschmissen. Ähnliche sind mir bekannt, aber ganz wenig.

    Meldungen in den Zeitungen aus jüngster Zeit über zugestellte Briefe, deren Anschriften fehlerhaft aufgeschrieben waren, haben sich bisher alle als Mache erwiesen.

    Und leider für den Zypern Sammler, der kein Deutsch nötig hat, fiel dieser erst garnicht auf.

    Post Richtung Deutschland aus Zypern zu jener Zeit ist nicht häufig. Noch besser ist der Stempel Famagusta, meist sieht man Nicosia oder einfach den Zypern Stempel.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • Latzi
    aktives Mitglied
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    • 1. August 2008 um 14:54
    • #3

    Ich habe vor ca. 15 Jahren bei einem Freund mal einen Brief aus dem Iran an einen großen Bonner Süßwarenhersteller gelesen, auf dem sich als Anschrift auch gleich die gesamte Inhaltsdeklaration (einschließlich sämtlicher Farbstoffe und sonstiger "E's") der Gummibärchen befand. Auch dieser Brief kam an, weil ganz am Ende im Text noch Bonn erwähnt wurde.

    Schade, dass ich den Brief nicht zeigen kann. Er war ein echter Partybrüller, auch bei Nichtsammlern!

  • bayern klassisch
    Gast
    • 1. August 2008 um 16:22
    • #4

    Hallo Nigel,

    leider hast du Recht mit dem Wegwerfen. Der Brief, um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen, gehört nicht mir, sondern ist im eBay angeboten worden.
    Ich hatte gehoft, dass er noch bis März 1920 versandt worden wäre, aber dann fiel mir das zu späte Datum auf .... Schade.

    Hallo Latzi,

    den Brief hätte ich gerne gesehen :). Ich kann ihn mir aber gut vorstellen ...

    War Haribo (Hans Richter Bonn) der Empfänger?

    Vor 30 Jahren hat unser Briefträger mal einen Brief bekommen, der in der Zeitung abgebildet wurde:

    Ein Deutscher hatte Urlaub in Hongkong gemacht, und ein wichtiges Schreiben im Hotelzimmer vergessen. Er rief dort an und bat, es von dort an seine Privatanschrift schicken zu lassen. Hierbei buchstabierte er alles, da sein Gesprächspartner kein Deutsch verstand.

    Der Brief fing dann bzgl. seiner Adresse so an:

    heinrich emil richard richard nordpol

    nordpol otto richard berta emil richard theodor

    siegfried theodor emil ludwig theodor zeppelin emil richard

    gustav anton richard theodor emil nordpol siegfried theodor richard anton doppelsiegfried emil usw. usw.

    Man hat Tage geknobelt, was es heißen könnte, bis man endlich darauf kam.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 3. August 2008 um 16:57
    • #5

    Der Medizinprofessor an der Universität Landshut Andreas Röschlaub (1768–1835) genoss nicht nur einen Ruf als Grobian („grob wie Röschlaub“ soll in der schönen Stadt an der Isar eine stehende Redewendung gewesen sein), er war auch über die Grenzen Bayerns, ja Deutschlands, bekannt. So soll eines Tages ein Brief aus Amerika angekommen sein, der lediglich die Adresse „An Professor Röschlaub in Europa“ trug. Das zumindest überliefert sein zeitweiliger akademischer Kollege, der Jurist Anselm Feuerbach (und Juristen lügen bekanntlich nicht).

    Dass an der Geschichte etwas dran sein könnte, belegt auch eine Anzeige des besagten Mediziners im „Landshuter Wochenblatt“, mit der er 1826 den Verkauf seines Hauses in Landshut ankündigte. (Die Universität wurde nach München verlegt und er hatte keinen Bedarf mehr für das zentral gelegene Haus mit elf Zimmern und fließend Wasser in der Küche. Ich hätte es genommen, habe aber leider 182 Jahre zu spät davon erfahren.)
    „Wer“, so schrieb Röschlaub, „dieses Haus zu kaufen Lust hat, beliebe sich entweder persönlich oder in frankirten Briefen an den Unterzeichneten zu wenden“.
    Wahrscheinlich klang die Erfahrung mit dem Brief aus Amerika noch nach, den er, so schmeichelhaft dieser war, wohl teuer bezahlen musste ...

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 3. August 2008 um 19:55
    • #6

    Hallo Erdinger,

    prima Geschichte - absolut glaubhaft. War wohl eine absolut urige Type.

    Dass er unfrankierte Briefe nicht gerne bekam, ist klar. Überseebriefe aus dieser frühen Zeit kosteten oft mehrere Gulden - die Masse der Menschen konnten sich den Empfang einer solchen "Pretiose" gar nicht leisten.

    Kleines Rätsel: Wer weiß, was hinter dem Titel einer Person die Abkürzung
    N. N. auf der Adresseite eines Briefes bedeutet, bekommt morgen einen zu sehen ...

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 4. August 2008 um 09:28
    • #7

    Hallo bayern klassisch,

    also Normalnull scheidet schon einmal aus ... Wenn der Name ausgeschrieben dabeisteht, auch nomen nescio bzw. nomen nominandum. Abkürzung für katholische Orden - Fehlanzeige, und die Freimaurer werden zwar in jeder Verschwörungstheorie genannt, dürften aber hier ausnahmsweise unschuldig sein.
    Und Nikon Nizetas ist wohl auch nicht gemeint, der wohl berühmteste Adressat eines postlagernden Briefes der jüngeren Geschichte...
    Ich fürchte, dass es nicht an mir liegt, wenn wir den Brief zu sehen bekommen!

    Viele Grüße vom
    Erdinger

  • bayern klassisch
    Gast
    • 4. August 2008 um 17:21
    • #8

    Lieber Erdinger,

    erstklassige Sammler erstellen erstklassige Antworten - 100 Punkte für dich.

    Zuerst war ich erstaunt, als ich den Brief sah. An wen sollte er eigentlich gehen?. Dann erkannte ich, dass der Absender an einen Notar schreiben wollte, aber dessen Namen vergessen hatte oder ihn erst gar nicht kannte.

    Daher adressierte er am 6.6.1864 einen Brief in Regensburg wie folgt:

    S(eine)r Wohlgeborn dem königl: Notar Herrn N N. in Burglengenfeld.

    N. N. waren aber nicht die Initialen des Notars, sondern stand für "nomen nescio", also: Den Namen kenne ich nicht.

    Vermutlich hat es nur einen Notar in Burglengenfeld gegeben, so dass die bayer. Post ihn einfach diesem zustellte (Heimatsammler sind herzlich aufgerufen, dies zu rektifizieren). Da es kein Retourbrief wurde, war der Empfänger wohl der richtige.

    Liebe Grüsse von bayern klassisch

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  • Erdinger
    aktives Mitglied
    Beiträge
    345
    • 5. August 2008 um 09:42
    • #9

    Lieber bayern klassisch,

    zum erstklassigen Sammler fehlen mir noch ein paar Jahrzehnte Erfahrung... aber schön, dass ich nicht ganz falsch gelegen bin.

    Der Absender deines schönen Briefs konnte zu dieser Zeit ziemlich sicher davon ausgehen, dass es nur einen Notar in einem Ort von der Größe Burglengenfelds geben würde. Das Amt gab es übrigens noch nicht lange - erst 1862 wurde in Bayern die nichtstreitige Gerichtsbarkeit vom Gerichtswesen abgetrennt.

    Liebe Grüße vom
    Erdinger

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