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Brief aus Mecklenburg Strelitz

  • carolinus
  • 5. Juli 2008 um 15:03
  • carolinus
    Gast
    • 5. Juli 2008 um 15:03
    • #1

    Diesen Brief habe ich heute erhalten und möchte ihn vorstellen. Gekauft habe ich ihn nur wegen des schönen Stempelabschlags „NEUSTRELITZ 21. MAI. 1842.“
    Wenn ich es richtig lese ist er gerichtet an „Unsere Consistorial-Commision des Fürstentums Ratzeburg – Schoenberg H(erzogliche) S(ache) hierbei Acten.

    Das Fürstentum Ratzeburg war der viel kleinere der beiden Strelitzer Landesteile und lag südöstlich von Lübeck.

    Insgesamt gibt es keine 30 verschiedenen Me-Strelitz Stempel in gerade einmal 14 Postorten. Alle diese Stempel sind nicht gerade häufig.

    Auf der Rückseite des Briefs befindet sich ein Papiersiegel Herzog Georgs
    (Georg Friedrich Karl Joseph, Großherzog von Mecklenburg -Strelitz), der von 1816 bis 1860 Großherzog von Mecklenburg in diesem beschränkt autonomen Teilgebiet war.

    In der heutigen Betrachtungsweise gilt Georg durchaus als ambivalente Persönlichkeit. Zahlreiche Reformen gehören einerseits zu seinen Verdiensten – z.B. wurde das Schulwesen verbessert.
    Politisch verfogte er allerdings eher reaktionäre Ziele. Jegliche liberale Entwicklungen wurden in seiner Regierungszeit verhindert und zurückgefahren.
    Mecklenburg stand am Ende seiner Regierungszeit fast immer noch auf der Stufe eines spätfeudalen Ständestaats.

    Der Verkäufer hatte dieses sehr schöne und sauber erhaltene Siegel nicht erwähnt. Auch ein zumindest teilweise vorhandener Briefinhalt wurde nicht beschrieben. Leider scheint der Brief im Innern – vielleicht wegen einer unsauberen Trennung – schon einmal restauriert und geklebt. Ein kleiner Einblick ist mir gelungen, aber mit „Gewalt“ möchte ich ihn doch nicht auseinander pflücken.

    Immerhin freue ich mich sehr über diesen ursprünglich nur wegen des Stempels gekauften Briefs.

    Gruß carolinus

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    Einmal editiert, zuletzt von carolinus (5. Juli 2008 um 15:05)

  • sammelfreak
    Stamm Mitglied
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    Männlich
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    13. April 1979 (46)
    • 5. Juli 2008 um 16:18
    • #2

    manchmal erlebt man doch immer eine Überraschung und wenn es dann zum eigenen Vorteil ist noch besser.

    Da kann ich aber auch einen hinterherlegen auch heute bekommen und auch der verkäufer hat es vergessen näher auf den Brief einzugehen.
    Der Francostempel ist auch nicht ein alltäglicher aus Berlin wie andere Stempel die es ja im Überfluß dort gab.

    Über den zurückvermerk kann man sich freuen der wurde zwar nicht erwähnt aber war etwas auf den bild zu Sehen.
    Auf der Rückseite wurde (was nicht erwähnt war) handschriftlich eine Notiz hinzugefügt.Diese besagt das auch die Polizei bestätigt das die Person dort nicht wohnhaft ist.

    Auch wurde nicht der inhalt erwähnt das es sich um eine Vormundschaftsache handelt.

    Man hat nicht immer Glück aber manchmal und dann noch zu einen Toppreis bekommen.

    mfg
    Martin

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    Berliner-Postgeschichte - schaut dochmal vorbei

    Meine Hufeisenstempel auf P1

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 5. Juli 2008 um 16:47
    • #3

    @ carolinus

    gerade mit Siegeln kann man die Geschichte eines Briefes besser nachvollziehen
    und mancher Inhalt eines Briefes ist genauso interessant wie der Stempel.

    Dein Siegel ist sehr gut erhalten, gratuliere.

    Meins leider nicht.

    Brief des Herzog Adolf Friedrich IV zu Mecklenburg

    Mit besten Grüssen BaD

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    4 Mal editiert, zuletzt von BaD (5. Juli 2008 um 17:01)

  • carolinus
    Gast
    • 5. Juli 2008 um 17:30
    • #4

    Hallo BaD,

    sehr schöner Brief, den du hier zeigst. Er ist

    1. fast 100 Jahre älter als meiner,
    2. wohl eigenhändig von Herzog Adolf Friedrich IV. (1738-1794) unterschrieben.

    Sein jüngerer Bruder Karl II. übernahm 1794 die Regierungsgeschäfte.
    Und dieser war der Vater von Georg, der ihm 1816 folgte.

    Damit war Adolf also der Onkel von Georg - wenn ich das alles richtig gelesen habe. Korrigier mich bitte ruhig.

    Apropos lesen: Mittlerweile kann ich die meisten Briefinhalte sogar lesen - und du hast vollkommen Recht, der Inhalt und die Geschichte eines Briefs ist meistens mindestens genauso interessant.

    Beste Grüße
    carolinus

    Einmal editiert, zuletzt von carolinus (5. Juli 2008 um 17:30)

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    Männlich
    • 5. Juli 2008 um 19:39
    • #5

    Ja
    Der Verwandschaftgrad stimmt und beide waren je 44 Jahre im Amt, muß eine gesunde Gegend sein.

    In dem Schreiben bestätigt der Hof den Verkauf der Mühlen für Zwei Tausend vierhundert Reichstahler an den Müller Gottdorf. Ein wichtiger Punkt des Schreibens sind auch die jährlichen Abgaben, wobei die Abgabe anstatt der 48 Reichstahler der Goldenbaumschen Mahl Mühle in natura mit Vier ????? Roghen? mir ein Rätsel ist.

    Mit besten Grüssen BaD

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    2 Mal editiert, zuletzt von BaD (5. Juli 2008 um 19:44)

  • doktorstamp
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    30. September 1955 (70)
    • 5. Juli 2008 um 19:49
    • #6

    Was ich hier an dieser Stelle vermute ist ein Kornmass, dessen Bedeutung längst in Vergessenheit geraten ist.

    Man vergleiche das altenglische Wort ´Tithe`was ein Zehntel bedeutet, war so eine Art Steuerabgabe.

    mfG

    Nigel

    Sammeln wie es einem Spaß macht

  • ReinerLeser
    Gast
    • 5. Juli 2008 um 19:58
    • #7

    BaD
    Es werden wohl vier Wispel Roggen gemeint sein.
    Gruß,
    RL

    2 Mal editiert, zuletzt von ReinerLeser (5. Juli 2008 um 20:03)

  • BaD
    erfahrenes Mitglied
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    • 5. Juli 2008 um 20:04
    • #8

    doktorstamp,

    Kornmass war das Stichwort von dir, Danke!

    Habe bei Krünitz gefunden:

    In Ober- und Niedersachsen war als Kornmass ein Wispel geläufig.
    1 Wispel = 24 Scheffel
    1 Scheffel = 80 Berliner Pfund

    So macht das Forum Spass!

    Mit besten Grüssen BaD
    P.S. Interessanterweise konnte der Herzog im Sommer wählen, Korn oder Geld!

    Danke RL

    3 Mal editiert, zuletzt von BaD (5. Juli 2008 um 20:09)

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