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  4. Stempel

Maschinenstempel- Deutsches Reich

  • asmodeus
  • 24. Mai 2008 um 13:43
  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 14:50
    • #41

    Sehr interessantes Thema, einen Stempel Leipzig 13 kann ich auch beisteuern.

    Gruß
    Ralf

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  • Concordia CA
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    • 23. Juni 2008 um 15:49
    • #42

    @ Inflajäger

    Bei diesem Stempel handelt es sich um die Nr. 1 aus dem Postamt Leipzig * 13 b. Es ist der einzige unter dieser Kennzeichnung dort benutzte Maschinenstempel mit 3 Köpfen. Er besteht aus Stempelkopf 31 und Stempelband 18. Eingesetzt wurde er vom 21.01.1914 bis 28.07.1919.

    Mit besten Samlergrüßen
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 15:57
    • #43

    @ Concordia CA

    Danke, dann werd ich mal weitersuchen :)

    Gruß
    Ralf

  • obelix.fg
    aktives Mitglied
    Beiträge
    479
    • 23. Juni 2008 um 16:49
    • #44

    Passend zum Beitrag von @ Bladersbrynd ein Postfreistempel in schwarzer Stempelfarbe vom Postamt München 2.

    Gruß, obelix.fg

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  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 17:16
    • #45

    Kann mir einer der Experten trotzdem etwas zu diesem Stempel sagen?

    Gruß
    Ralf

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  • Concordia CA
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    • 23. Juni 2008 um 17:35
    • #46

    @ Inflajäger

    Bei diesem Stempel handelt es sich um die Nr. 5.2 aus dem Postamt Düsseldorf 1 oo. Er besteht aus Stempelkopf 61 und Stempelband 47.2. Eingesetzt wurde er vom 14.02.1941 bis 17.11.1941.

    Mit besten Samlergrüßen
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
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  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 17:42
    • #47

    @ Concordia CA

    Danke für die schnelle Antwort, eine Nachfrage habe ich noch.

    Warum wurde der Stempel nur 9 Monate benutzt??

    Gruß
    Ralf

  • Concordia CA
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    • 23. Juni 2008 um 18:00
    • #48
    Zitat

    Original von Inflajäger
    ...Warum wurde der Stempel nur 9 Monate benutzt??...

    Hallo Ralf,

    da solltest Du mal im alten Postamt Düsseldorf 1 oo vorstellig werden. Vielleicht sitzt da noch eine Mumie in der Postbearbeitung, die sich wage erinnern kann... ;)

    Nun aber im Ernst weiter! Vorher gab es einen Stempel 5.1 mit den gleichen Merkmalen, der zwischen dem 17.03.1938 und dem 20.01.1941 in Gebrauch war. Vermutlich trat ein Defekt auf und er wurde bei der Reparatur geringfügig geändert. Auf Grund der neuen Unterscheidungsmerkmale wurde er dann vom Buchautor als 5.2 klassifiziert. Somit hätte die Maschine eine Gesamtlaufzeit von etwa 3,5 Jahren gehabt.

    Diese Stempelmaschinen waren nicht sonderlich robust. Bei den wenigsten sind Einsatzzeiten von mehr als 5 Jahren bekannt, je nach Beanspruchung auch sehr viel weniger. Aus der mir vorliegenden Literatur ist jedenfalls nichts genaueres zu entnehmen

    Mit besten Sammlergrüßen
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 18:14
    • #49
    Zitat

    Original von Concordia CA

    Hallo Ralf,

    da solltest Du mal im alten Postamt Düsseldorf 1 oo vorstellig werden. Vielleicht sitzt da noch eine Mumie in der Postbearbeitung, die sich wage erinnern kann... ;)

    Ja, werd ich machen :D

  • Carolina Pegleg
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    • 23. Juni 2008 um 18:42
    • #50

    @ inflajaeger

    Concordia hat es richtig gemeint aber, vielleicht etwas schief gesagt. Die Stempelmaschinen waren robust. Die waren 20, 30, 40, im Einzelfall 50 Jahren in Verwendung. Nicht so robust waren die Stempelkoepfe. Bei 500 bis 1000 Abschlaegen pro Minute (!) geht auch einem Stahlstempel irgendwann mal die Luft aus. Siehe dazu wieder den Leipziger Stempel von tigo aus 1921, wo man den Ort Leipzig kaum noch lesen kann. Ausser wegen Verschleiss oder Beschaedigung wurden Stempel ausgetauscht oder geaendert, weil anfangs viel mit dem Design der Baender (Entwertungslinien) herumexperementiert wurde. Dann natuerlich ganz einfach wegen Umsetzungen der Maschinen zwischen Postaemtern. Gaendert wurde auch in grossem Umfange bei Einfuehrung der Postleitzahl oder weil es gefiel Zusaetze wie "Reichsmessestadt", oder "Hauptstadt der Bewegung" etc. in den Stempeln hinzuzusetzen. Ein ganz wesentlicher Gesichtspunkt ist schliessich noch die Normung. Es wurde da der Anlauf unternommen, die verschiedenen Stempel im Muster des zuletzt gezeigten Duesseldorfer Stempels zu vereinheitlichen. Da wurden auch mal schnell in etlichen Staedten durch Einfuehrung der Normstempel neue Typen geschaffen.

    Die von mir gezaehlten 55 verschiedenen Typen alleine bei den Leipziger Bandstempeln kommen so schnell zusammen. Wie detaillert man diese Stempel sammeln will, wie detailliert man ueberhaupt sammeln will, ist dabei 100% Geschmackssache: Nur ein Duesseldorfer Stempel, alle verschiedenen Ub der Duesseldorfer Stempel, alle verschiedenen Typen aller verschiedenen Ub der Duesseldorfer Stempel etc.

  • Inflajäger
    Gast
    • 23. Juni 2008 um 19:02
    • #51

    @ Carolina Pegleg

    Bis zu 1000 Abschläge pro Minute :O_O:

    Deine Beiträge und auch die von Concordia CA zum Thema finde ich
    stark, hier kann man lernen!
    Nur am Rande:
    "Oberst Maucke" hat 17,50 Euro eingespielt ;)

    Gruß
    Ralf

    Einmal editiert, zuletzt von Inflajäger (23. Juni 2008 um 19:02)

  • BaD
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    • 23. Juni 2008 um 19:05
    • #52

    Erst einmal ein Danke an die Beantworter der Fragen. Besser geht es nicht, anderen ein "Randgebiet" der Philatelie zu erläutern.

    Nun noch eine Frage:
    Alle hier gezeigten Stempel befinden sich auf normaler Post an meist der gleichen Stelle. Sonst wäre die hohe Durchlaufzahl auch nicht zu erreichen.
    Alle kennen die Briefe, wo bei Massenfrankaturen die nicht vom Maschinenstempel entwerteten Marken mit der Hand nachgestempelt wurden.

    Hier zeige ich ein Streifband, in dem sich eine Zeitung oder eine andere Drucksache befand. Eine Abstempelung per Maschine des Streibandes mit der Drucksache ist wohl auszuschließen. Also mußte es vorher geschehen. Aber ein hochkant eingelegtes Streifband ist alles andere als Normgerecht.

    Wurden die Poststücke in die Maschine manuell eigelegt, so das der Beamte bei verschiedenen Formaten der Poststücke, die Maschine anders als "normal" beschicken konnte?

    Mit besten Grüssen BaD

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  • Concordia CA
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    • 23. Juni 2008 um 19:21
    • #53

    @ Carolina Pegleg

    Gut, dass du meine Erläuterung gerade gerückt hast. Manchmal weis man vor lauter Maschine nicht mehr, wo einem der Kopf steht. Es lebe der deutsche Schachtelsatz!

    @ BaD

    Da Zeitungsstreifband ist interessant. Ist es nur auf der Vorderseite gestempelt oder sind auch die umgeschlagenen Teile von dem Stempel erfasst worden?

    Mit besten Sammlergrüßen
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • BaD
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    • 23. Juni 2008 um 20:01
    • #54

    Concordia CA

    Hier die Rückseite.

    Mit besten Grüssen BaD

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  • Carolina Pegleg
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    • 23. Juni 2008 um 20:09
    • #55

    Bei allen (?? meine jedenfalls so, Ausnahmen kommen mir gerade nicht in den Sinne) Stempelmaschinen, die einen automatischen Einzug hatten, erfolgte die Zufuehrung der Poststuecke auf dem kopfstehend von rechts nach links. Der Brief musste also von Hand so gedreht werden, dass die Marke unten links zustehen kam. Der Stempelkopf war stets kopfstehend montiert, so dass beim fertigen Produkt, wieder gerade gedreht, der Stempel richtig rum aussah.

    Also, das Streifband von BaD im Kopf mal so stellen, dass die Germania unten ist, dann die Zufuehrung nach links im Kopf nachvollziehen. Wie gesagt, der Stempel war in der Maschine kopfstehend montiert, damit er bei der Masse der normalen Briefe und Postkarten, dann richtigherum zu stehen kam. Auf diese Weise wurden die Papierstreifen abgestempelt und dann um die Zeitung rum geklebt. Voila.

    Edit: Ich habe geschrieben und BaD hat die Rueckseite gepostet. Dort ist kein Stempel, nur ein Abklatsch von der Stempelfarbe. Also waren die Schlaufen vor dem Stempeln schon zusammengeklebt und die Zeitungen wurden dann nur noch eingesteckt. Deshalb der Stempel nur auf der Vorderseite der Zeitungsschlaufe.

    Einmal editiert, zuletzt von Carolina Pegleg (23. Juni 2008 um 20:12)

  • tigo
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    • 24. Juni 2008 um 19:40
    • #56

    ich will auch diesen thread nicht so schnell vergessen !

    Eimal Bremen 1920 mit "Welle"

    vorinflationär aus Krefeld 1911 (der ging bestimmt bis INFLA)

    Und bei dem dritten wüsste ich gerne von CONCORDIA CA oder von Carolina Pegleg (die wohl über die nötige Literatur verfügen)
    ob das auch ein Maschinenstempel ist. Also quasi einer mit Slogan.
    Und ob der auch gelistet ist.

    Vielen Dank schon mal für eure bislang sehr geduldigen und ausführlichen Antworten !

    tigo

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    GRAMMATIK GELERNT BEI YODA ICH HABE ! [Blockierte Grafik: http://www.phemily.de/yoda.jpg]

  • Concordia CA
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    • 24. Juni 2008 um 22:04
    • #57

    @ tigo

    Der obere Stempel stammt vermutlich von einer Universal-Stempelmaschine. Das Buch dazu ist, wie ich erfahren habe, gerade in Arbeit. Daher kann ich noch keine näheren Angaben zum Stempel Bremen *5aa machen.

    Beim mittleren Stempel ist leider ein wesentlicher Teil nicht auf dem Papierstück. Vermutlich handelt es sich um den Stempel Crefeld *1u Nr. 2 mit Stempelkopf 33 und Stempelband 46.1. Einsatzzeit 10.09.1908 bis 18.09.1911. Er hat also die Inflationszeit nicht mehr mitgemacht.

    Bei dem Stempel Mannheim *1* handelt es sich um einen frühen Maschinenwerbestempel, im internationalen Sprachgebrauch auch Sloganstempel genannt. Hierzu ist entsprechende Literatur für deutsche Stempelmaschinen ebenfalls Mangelware, so dass ich keine weiteren Angaben machen kann.

    Mit besten Sammlergrüßen
    Concordia CA

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  • tigo
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    11. April 1962 (64)
    • 24. Juni 2008 um 22:12
    • #58

    Vielen Dank Concordia CA !

    Ende der Woche kann ich noch ein paar einstellen.

    gruss tigo

    GRAMMATIK GELERNT BEI YODA ICH HABE ! [Blockierte Grafik: http://www.phemily.de/yoda.jpg]

  • Concordia CA
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    • 24. Juni 2008 um 22:15
    • #59

    @ tigo

    Keine wilden Drohungen! Ich rechne mit dem Schlimmsten. :D

    Bis bald
    Concordia CA

    Ohne Stempelkunde - Keine Philatelie!
    POSTSTEMPELGILDE

  • ReinerLeser
    Gast
    • 25. Juni 2008 um 01:16
    • #60

    Erstmal herzlichen Dank an Carolina und Concordia für die Infos zu meinem letzten Beleg und auch ganz allgemein für den Thread!!
    Nach langem Suchen habe ich eben noch diesen Beleg ausgegraben:
    FRANKFURT o(MAIN)1o mit Datum vom 14.1.1920 auf Brief nach Baden-Baden. Auch zu dem Stempel nehme ich alle Infos dankend entgegen ;)
    Gruß,
    RL

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    Einmal editiert, zuletzt von ReinerLeser (26. Juni 2008 um 02:14)

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