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Briefe aus Sachsen

  • BaD
  • 20. Mai 2008 um 11:50
  • Altsax
    aktives Mitglied
    Beiträge
    355
    Geburtstag
    1. Juli 1850 (176)
    • 21. Mai 2008 um 08:57
    • #41
    Zitat

    Original von mtcyrus

    ich verstehe gerade nichts, was ist das für ein Buch, das habe ich noch nicht in meiner Literatur! :O_O:

    Das Buch hat die Arbeitsgemeinschaft Thurn und Taxis anläßlich des Markenjubiläums herausgegeben. Es enthält so gut wie alle seltenen Belege dieses Sammelgebietes in hervorragendem Druck. Darüber hinaus sind zahlreiche Taxerläuterungen enthalten.

    Ein Taxissammler muß es eigentlich besitzen, auch für Altdeutschland-Allgemeinsammler enthält es eine Fülle wichtiger Informationen.

    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 08:58)

  • Altsax
    aktives Mitglied
    Beiträge
    355
    Geburtstag
    1. Juli 1850 (176)
    • 21. Mai 2008 um 09:20
    • #42
    Zitat

    Original von rabege
    ... mehr als die Drucksache 5.Gewst. und den Brief bis 5 Meilen 3. Gewst., ob Inland oder mod. Grenzporto, geben unsere Tabellen nicht her...
    Denkbar beispielsweise wäre noch eine gebührenpflichtige und deshalb nachfrankierte Weiterleitung eines Briefes, ob es so etwas gab?

    Hallo Rabege,

    Sinn der Übung war es, einmal zu zeigen, daß vermeintlich Banales viel Substanz haben kann. Jede Frankatur, die sich nicht auf den ersten Blick erschließt, sollte man festhalten. Das gleiche gilt für jede Markenkombination.

    Die meisten Sammler halten 1,5 Ngr.- Frankaturen für banal, weil die erste innersächsische Entfernungszone 1/2 Ngr. Taxe erforderte und 3-fach Briefe nicht sooo selten sind. Dabei wird übersehen, daß die inländische Progression nur bis zum Doppelbrief reichte, im Nahbereich also bei 1 Ngr. Schluß war. Ortsbriefe sind schon erwähnt worden.

    Eine frankierte Nachsendung mit Gesamttaxe 1,5 Ngr. habe ich. Wahrscheinlich existieren davon mehrere. Ebenso gibt es mit 1,5 Ngr. frankierte Belege, bei denen die Frankatur nicht die Taxe abdeckte. Beide Varianten sind mit einer vollständigen 1,5 Ngr. Frankatur nicht gleichzusetzen.

    Beim Studium der Taxbestimmungen sind mir neben der 3-fachen Taxis- Nahbereichs-Sondertaxe nur 2 weitere mögliche 1,5 Ngr. - Frankaturen begegnet:

    1) Zusammen verschickte Briefe waren einzeln zu taxieren. Das war einem solchen Bündelumschlag natürlich nicht von außen anzusehen. Die einzigen Belege, die ich kenne, jeweils ein FA- und ein Wappenbrief, tragen die Adresse eines Gerichtsamtes. Vermutlich hatte man da nicht den Mut zum Postbetrug.

    2) Das normale Bestellgeld konnte nicht mit Marken erlegt werden, wohl aber das Landbestellgeld. Das geschah jedoch so gut wie nie, weil dessen Höhe auch von der Zahl der beförderten Briefe abhing und daher erst bei der Zustellung festgelegt werden konnte. Theoretisch ließe sich aber eine solche Taxe konstruieren.

    Viel Spaß beim Suchen nach Vergleichbarem, das im Erfolgsfalle natürlich hier präsentiert werden sollte.

    Beste Grüße

    Altsax

    Dateien

    Riesa - Roßwein, 22.10.1856, 1 Ngr vierfach.jpg 370,25 kB – 180 Downloads Dresden - Oberreinsberg, 20.03.52, 1,5 Ngr.jpg 496,09 kB – 185 Downloads

    4 Mal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 09:41)

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    675
    • 21. Mai 2008 um 09:53
    • #43

    Hallo Altsax,

    "Die meisten Sammler halten 1,5 Ngr.- Frankaturen für banal, weil die erste innersächsische Entfernungszone 1/2 Ngr. Taxe erforderte und 3-fach Briefe nicht sooo selten sind. Dabei wird übersehen, daß die inländische Progression nur bis zum Doppelbrief reichte, im Nahbereich also bei 1 Ngr. Schluß war. Ortsbriefe sind schon erwähnt worden."

    Da darfst du dich nicht über einfache Sammler wundern, denn wenn keine bessere Literatur vorhanden, wird im Michel nachgesehen, dort heißt es zu Briefen innerhalb Sachsens:
    ab 1.7.1850 bis 5 Meilen je Lot 1/2Ngr, bis 30.4.1856 bis 8 Lot, bis 30.6.1859 bis 4 Lot zulässig.
    Demnach wäre die Kombination innerer Nahbereich 3-fach durchaus möglich, wie soll man ahnen, wenn dort etwas falsches steht?
    Gruß rabege

  • Altsax
    aktives Mitglied
    Beiträge
    355
    Geburtstag
    1. Juli 1850 (176)
    • 21. Mai 2008 um 10:14
    • #44
    Zitat

    Original von rabege
    Da darfst du dich nicht über einfache Sammler wundern, denn wenn keine bessere Literatur vorhanden, wird im Michel nachgesehen, ....

    Hallo rabege,

    der "einfache Sammler" ist für mich der Deutschland- oder Altdeutschland-Allgemeinsammler, der sich ebensowenig wie der Sachsen-Spezialsammler am Beginn seiner Sammler-"karriere" mit solchen Spezialthemen auskennen kann.

    Deswegen gibt es Arbeitsgemeinschaften und Foren wie dieses. Sie haben u.a. den Zweck, derartige Informationen zu vermitteln.

    Wenn ich mich "wundere", dann über langjährige Sachsensammler, deren Kenntnisse nicht über das hinausgehen, was die Standardliteratur zu bieten hat.

    Der gezeigte Beleg hat auch "alte Hasen" nicht "vom Hocker gerissen", bevor er erläutert worden war.

    Beste Grüße

    Altsax

    Einmal editiert, zuletzt von Altsax (21. Mai 2008 um 10:15)

  • rabege
    erfahrenes Mitglied
    Beiträge
    675
    • 21. Mai 2008 um 10:32
    • #45

    Hallo Altsax,
    damit ich die letzten Briefe auch richtig verstehe:
    1) Nahbereich, der Rötelvermerk soll 4 1/2 Lot bedeuten ?
    2) Nahbereich, das Franko erklärt sich nur durch eigelegte Briefe ?

    Ich finde es übrigens schön, dass du den Weg in diese Forum gefunden hast und wünsche dir, dass du auch einmal ein Thema findest, bei dem du noch etwas hinzulernen kannst,
    Gruß rabege

  • Altsax
    aktives Mitglied
    Beiträge
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    Geburtstag
    1. Juli 1850 (176)
    • 21. Mai 2008 um 10:40
    • #46

    Hallo rabege,

    der erste Brief (Vorderseite) zeigt die Begrenzung der Gewichtsprogression auf das Doppelte der einfachen Taxe (hier 2 x 1/2 Ngr.) die Rötelziffern stellen das Gewicht in Loth dar.

    Die Taxe des zweiten (Faltbrief ohne Inhalt) läßt sich nur durch einen Inhalt von 3 Briefen erklären, was natürlich nicht beweisbar ist.

    Bei beiden handelt es sich um Nahbereichsentfernungen.

    Beste Grüße

    Altsax

  • Wolffi 9. August 2026 um 14:11

    Hat das Thema aus dem Forum Altdeutschland nach Sachsen verschoben.
  • Wolffi 11. August 2026 um 11:07

    Hat den Titel des Themas von „Sachsen Botenpass 1710“ zu „Briefe aus Sachsen“ geändert.

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