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Bayern - Fahrpost und Güterbestätterei

  • stempelsammler
  • 14. September 2026 um 13:41
  • stempelsammler
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    • 14. September 2026 um 13:41
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    • #1

    Hallo,

    die Fahrpost in Bayern war zuständig für die Zustellung von Sendungen über einem gewissen Gewicht, für Pakete, Geldsendungen, Nachnahmen und Personenverkehr. Sie gehörte zur staatlichen Post. Güterbestättereien waren private Transportdienste, die von Fuhrmännern erledigt wurden.

    Der Fuhrmannsbrief, wie unten zu sehen, war ein Beförderungsvertrag zwischen Auftraggeber, also Absender, und dem Frachtführer.

    Fuhrmannsbrief von Lindau nach Memmingen an bekannte Adresse aus dem Jahr 1777.

    Wer sich für diese Materie interessiert, dem kann ich das folgende Buch „Im Namen und Geleite Gottes“ von Willy Königs nur empfehlen. Es ist für um 10€ erhältlich.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 15. September 2026 um 12:49
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    • #2

    Hallo,

    in Würzburg hatte die dortige Güterbestätterei einen eigenen Stempel.

    Frachtbrief vom 20. Juli 1822 von Nürnberg nach Würzburg über 1 Fass Spezereiwaaren zu einem Preis von 1 Gulden und 12 Kreuzer je Zentner.

    Eine Spezerei ist ein Weinhandel.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 16. September 2026 um 21:53
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    • #3

    Hallo,

    die bayerische Fahrpost benutzte teilweise eigene Stempel, aber auch Briefpoststempel bei denen der Datumseinsatz weggelassen wurde, manchmal auch nur Teile davon. Oder man benutzte ausser Dienst gestellte Briefpoststempel, oder alles gemischt.

    Dieser Stempel „von ANSBACH“ in rot war nach Feuser als Fahrpoststempel ab 1795 im Einsatz. Ein relativ häufiger Stempel. In schwarz war er als Briefpoststempel im Einsatz und ist ein sehr seltener Stempel.

    Militaria-Sendung mit 20 fl. barrem von Ansbach an die Königlische Kriegskasse Nürnberg. Der Beleg ist leider ohne Inhalt und nicht datierbar.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • DKKW
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    • 17. September 2026 um 10:01
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    • #4

    Moin stempelsammler

    das ist bei Dienst- und Militariabriefen fast immer so. Die Briefe wurden im Archiv "gestrippt" Das heißt, der Inhalt blieb im Archiv und der Faltumschlag wurde zu Geld gemacht. Bleibt immer zu hoffen, dass es sich um offizielle Aktionen handelte bei denen dem Archiv der Erlös zufloss und nicht im illegale, sprich kriminelle Plümderungen.

    Viele Grüße
    DKKW

  • stempelsammler
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    • 17. September 2026 um 19:24
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    • #5
    Zitat von DKKW

    Die Briefe wurden im Archiv "gestrippt"

    so isses. Allerdings findet man auch noch genügend mit Inhalt. Den Sammler freut's.

    viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 18. September 2026 um 12:21
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    • #6

    Hallo,

    in Ansbach gab es ab den 1820er Jahren einen weiteren Fahrpoststempel. Er ist in rot und schwarz zu finden.


    Fahrpost von Ansbach zum Landgericht in Erlangen, im roten Stempel ist die Manualnummer 3 zu sehen.

    In schwarz auf Fahrpostbrief mit Akten zum Landgericht nach Heilsbronn.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 19. September 2026 um 11:08
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    • #7

    Hallo,

    in der Folge möchte ich einige Belege mit Stempeln ohne Datumseinsatz zeigen, wie sie bei der Fahrpost in Verwendung waren.

    Postschein für ein Paket von Oettingen nach München vom 20. August 1844 mit schönem Abschlag des Segmentstempels „OETTINGEN“ in blau ohne Datumseinsatz. Inhalt des Paketes waren 332 Gulden und 48 Kreuzer in bar. Für den Transport waren 1 Florin und 28 Kreuzer zu entrichten.

    Stempel ohne Datumseinsatz kommen auch bei der Briefpost vor, sind aber eher selten.

    Postschein für einen Reco-Brief von Burglengenfeld nach Eichstaedt an Freiherrn von Aretin aus dem Jahr 1853.

    viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 19. September 2026 um 14:43
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    • #8

    Hallo,

    Auf Fahrpostbriefen findet man Stempel ohne Datumseinsatz auch schon mal.

    Teilvorgedruckter Fahrpostbrief von Kipfenberg nach Ansbach mit Segmentstempel ohne Datumseinsatz, stattdessen wurde die Manualnummer der Sendung eingetragen. Das Gewicht war 3 Pfund und 18 Loth, mit 3 Akten.

    Regierungssache von Vilshofen nach Regensburg mit Fingerhutstempel ohne Datumseinsatz und der

    Manualnummer 3.

    viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 20. September 2026 um 20:46
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    • #9

    Hallo,

    bei diesem Fahrpostbrief handelt es sich um einen Postvorschussbrief über 1 fl. 36 Kreuzer. Er wurde an 2. Juli 1842 von Erlangen an die Kaltwasserheilanstalt in Ilmenau – damals Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach - verschickt.

    Der Stempel „ERLANGEN No“ war nach Feuser bei der Fahrpost ab 1835 in Verwendung.

    Rückseitig Ankunftsstempel Ilmenau 8. Juli 1842.

    Der Beleg enthält eine Rechnung

    „Rechnung für die Kaltwasserheilanstalten Ilmenau von Ferdinand Enke über einen Aufsatz in dem Wasserfreund - --(wohl Ausgabe) 1142 (vom) Nov(ember) 17. Florin 1 36(Kreuzer).

    Die Zeitschrift „Der Wasserfreund….“ wurde in Erlangen vom Verlag Enke herausgegeben.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 21. September 2026 um 17:15
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    • #10

    Hallo,

    bevor ich einen weiteren Beleg zeigen werde, möchte ich anmerken, daß ich die Transkriptionen nicht mit KI erstellen lasse, sondern versuche es selbst zu schaffen, was für mich manchmal sehr mühselig ist. Ergänzungen oder Berichtigungen sind stets erwünscht. Ich will ja noch was lernen.

    Dieser Fuhmannsbrief an Herrn Nicolaus Zumstein & Vincent in Kempten wurde am 18. Juni 1796 in Nürnberg verfasst, hatte die Manualnummer 224 und die Fracht wog 3 Pfund und die Fracht kostete f(lorin) 4 : 21 Kreuzer .

    Auf dem Fuhrmannsbrief lese ich:

    Nürnberg den 18. Juni 1796

    Durch Fuhrmann Minderlein

    Sende Ihnen folgendes Gut. Nach richtigem Em-

    fang ersuche dabei ……….. Fracht zu zahlen

    und nach (meinem Bericht)? Zu verfahren.

    Anton Paul Heinlein

    Ein ……….. baumwollener Waaren zu ¾ ………..

    Zu vier Gulden einundzwanzig Kreuzer

    (gegen)? Fracht und Spesen.

    Florin 4 21 Kreuzer

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    • 24. September 2026 um 15:17
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    • #11

    Hallo,

    Dieser Fahrpostbrief wurde, nach Feuser, um 1805 von Feuchtwangen nach Dinkelshühl zur königlichen Baierischen allgemeinen Stiftungs Administration verschickt. Der Beleg enthielt einen Geldeinschluß von 2 fl. 50 xr und kostete Franco 4 xr Bestellgebühr 3 xr.

    Der Brief wog 4 ½ Loth und erhielt die Manualnummer 2.

    Der Stempel ist eher selten.

    Viele Grüße

    stempelsammler

  • stempelsammler
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    22. Dezember
    • 9. Oktober 2026 um 19:46
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    • #12

    Hallo,

    Fahrpostschein für eine Nachnahme über 22 Kreuzer vom 4. Septb. 1841 von Erlangen nach Bayreuth.

    Viele Grüße

    stempelsammler

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